D/A wehrt sich gegen Rassismusvorwurf

Die SV Drochtersen/Assel wehrt sich gegen die gegen sie erhobenen Rassismusvorwürfe nach dem Spiel ihrer Bezirksliga-Fußballmannschaft gegen Eintracht Cuxhaven. D/A-Präsident Rigo Gooßen erklärt, der Verein werde gegen den Cuxhavener Trainer gerichtlich vorgehen.

Ein Fußballer des Bezirksligisten FC Eintracht Cuxhaven soll beim Auswärtsspiel gegen die SV Drochtersen/Assel III rassistisch beleidigt worden sein. D/A bezweifelte die Vorwürfe, die der Cuxhavener Trainer Alexander Haut geäußert hatte, von Anfang an. Jetzt legte D/A mit einer Stellungnahme noch einmal nach.

„Bei uns wird der Umgang mit dem Thema Rassismus sehr ernst genommen. Gäbe es Vorfälle dieser Art, würden wir diesen nachgehen und die Verursacher zur Rechenschaft ziehen“, schreibt D/A-Präsident Rigo Gooßen. Die Vorwürfe seien „weder auch nur im Ansatz bewiesen, noch von drei Unparteiischen wahrgenommen worden“.

Die Aussage des Cuxhavener Trainers sei „unwahr“. Rigo Gooßen schreibt: „Wir haben so gut wie jeden, der auf dem Sportplatz in Assel zugegen war, befragt: Keiner hat rassistische Äußerungen wahrgenommen.“ Das D/A-Trainerteam sagte auf TAGEBLATT-Nachfrage, keine rassistischen Äußerungen vonseiten der Zuschauer wahrgenommen zu haben.

Vorwurf taucht im Schiedsrichter-Bericht nicht auf

Neben Cuxhavens Trainer Alexander Haut behauptete der vermeintlich betroffene Cuxhavener Spieler Jose Vinicius Santos de Oliveira im TAGEBLATT-Gespräch wenige Tage nach dem Spiel, rassistisch beleidigt worden zu sein. Im Schiedsrichter-Bericht tauchte der Vorwurf nicht auf.

Das Bezirksliga-Fußballspiel zwischen der SV Drochtersen/Assel III und Eintracht Cuxhaven endete am 5. November auf dem Platz in Assel mit einem 4:3-Sieg der Gäste. Die Partie galt als hitzig.

Bezirkssportgericht holt Stellungnahmen ein

Die Vorwürfe diskreditierten D/A als Verein mit seinen ehrenamtlichen Helfern, schreibt der Präsident in seiner Stellungnahme. Der Imageschaden für den Verein sei enorm und die Wirkung auf die Sponsoren nicht absehbar.

D/A werde sich nicht verunglimpfen lassen, heißt es. „Gegen den Cuxhavener Trainer werden wir eine einstweilige Verfügung vor einem ordentlichen Gericht bewirken“, schreibt der Präsident. Alexander Haut lag, Stand Montag, nach eigener Aussage noch nichts vor.

Die Mannschaft des FC Eintracht Cuxhaven hatte sich kurz nach dem Spiel mit einer Stellungnahme an den Bezirk Lüneburg des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) gewandt. Dessen Sportgericht wird jetzt ermitteln.

Die beiden Vereine und das Schiedsrichtergespann seien inzwischen gebeten worden, Stellung zu den Vorwürfen zu beziehen, teilte der Vorsitzende des Bezirkssportgerichts, Rüdiger Wiegand, dem TAGEBLATT mit. „Wir werden jetzt abwarten. Ich gehe davon aus, dass vor Anfang Dezember nichts passieren wird“, sagte Rüdiger Wiegand.

(Quelle: Stader Tageblatt)