D/A an der Spitze: Die Gründe für den Höhenflug

Die SV Drochtersen/Assel grüßt von der Tabellenspitze der Regionalliga Nord. Dies soll nach dem Heimspiel gegen den Bremer SV weiter so sein. Kapitän Alexander Neumann erklärt, warum es bei den Kehdingern derzeit so gut läuft.

Im vergangenen Spiel wurde Alexander Neumann erst 15 Minuten vor Spielende eingewechselt und erzielte noch das 3:0 gegen Atlas Delmenhorst. Sein sechster Treffer im achten Spiel. Und der 21. Treffer für D/A in der noch jungen Saison. D/A stellt damit die derzeit beste Offensive der Liga. „Das hat es hier noch nie gegeben“, sagt Neumann. Dass er als Torgarant von der Bank kommen kann, liegt an dem breiten, ausgeglichenen Kader. „Auch noch nie gehabt“, sagt Neumann.

Für ihn, den mittlerweile 33-Jährigen, sind solche Ruhepausen auch von Vorteil. „Ich bin körperlich wieder besser drauf“, sagt Neumann. In den vergangenen zwei Jahren hatte er immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, auch eine Corona-Infektion warf ihn zurück. „Es war wichtig, dass er fast die komplette Vorbereitung mitmachen konnte“, sagt Trainer Frithjof Hansen, „und unser Athletiktraining kommt ihm auch zugute.“ Wenn er fit bleibe, so Neumann, wolle er seine bisherige Torquote natürlich gerne halten. „Wichtiger ist aber, dass wir gewinnen“, so der Kapitän.

Trainer will den Lernprozess weiter vorantreiben

Etwas, was laut Neumann bei D/A auch „so noch nie da war“, ist, dass D/A solche unangenehmen Spiele wie gegen Kickers Emden oder BW Lohne gewinnt. „Das ist ein Unterschied zur Vergangenheit“, sagt er. Die Drochterser befinden sich in einem Lernprozess, den sie weiter vorantreiben müssen, so Neumann. Fakt sei für ihn: Nach diesem Saisonstart müsse D/A den Anspruch haben, sich im oberen Tabellendrittel festzusetzen.

„Es ist ein gutes Gefühl“, sagt Trainer Hansen, von der Tabellenspitze zu grüßen. „Aber allen ist bewusst, dass das eine Momentaufnahme ist.“ Der ungeschlagene VfB Lübeck hat beispielsweise noch zwei Spiele weniger als D/A und dabei nur zwei Punkte weniger.

Gegen den Aufsteiger Bremer SV (Sonntag, 15 Uhr) erwarte D/A wieder so ein zähes Spiel wie beispielsweise gegen Kickers Emden, glaubt Hansen. „Das ist eine Mentalitätstruppe, die über den Kampf ins Spiel kommt und jeden Zweikampf annimmt.“ Was D/A in dieser Saison bisher stark macht, ist, dass die Mannschaft die Phasen, in denen es nicht läuft, im Spiel übersteht. „Aber in diesen Phasen, die es gegen jeden Gegner gibt, müssen wir noch ruhiger, noch sicherer und mutiger werden“, sagt Hansen. Auch das gehört zu dem Lernprozess. Besser müsse D/A auch darin werden, kompakte Defensiven zu bespielen. Neumann und Co. werden dran arbeiten. Damit vieles so bleibt, wie noch nie gehabt.

Dienstagabend-Spiel

Die zweite Mannschaft der SV Drochtersen/Assel hat an diesem Wochenende spielfrei. Der Landesligist empfängt am Dienstagabend Treubund Lüneburg. Anpfiff ist um 19.30 Uhr. Während sich die Mannschaft von D/A-Trainer Benjamin Zielke weiter im oberen Tabellendrittel festsetzen will, schwächelt Lüneburg bisher und steht als eine der Topmannschaften der vergangenen Jahre gerade auf einem Abstiegsplatz.

(Quelle: Stader Tageblatt // Foto: Stader Tageblatt)