D/A will gegen St. Pauli weiterfeiern

D/A spielt Mittwoch gegen den FC St. Pauli II. Vor dem Anpfiff lohnt sich ein Blick ins Archiv. In der Vorsaison zerfiel D/A gegen die U23 beim 0:4 in seine Einzelteile. D/A-Trainer Frithjof Hansen ist optimistisch, dass es diesmal anders läuft.

Nico von der Reith kann gegen St. Pauli nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung im Spiel gegen Eintracht Norderstedt wahrscheinlich antreten. Foto: Struwe

Im September 2021 herrschte Krisenstimmung beim Fußball-Regionalligisten SV Drochtersen/Assel. Erst kassierte D/A eine 0:3-Niederlage gegen Holstein Kiel II, eine Woche später das 0:4 gegen St. Pauli. „Das war richtig schlecht“, sagte damals der ehemalige Kehdinger Trainer Lars Jagemann. D/A verpasste zur Halbzeit der Saison knapp die Meisterrunde.

Von 15 Duellen gewann D/A gegen St. Pauli nur vier

Der FC St. Pauli gilt ohnehin nicht gerade als Lieblingsgegner der Drochterser. Der letzte Sieg gelang D/A beim 4:2 vor drei Jahren. In der Statistik stehen seit dem Jahr 2015 insgesamt 15 Duelle, vier gewann D/A, fünf Mal trennten sich beide Mannschaften unentschieden.

Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft. „Die Spiele gegen St. Pauli sind mit heute nicht mehr zu vergleichen“, sagt D/A-Trainer Frithjof Hansen. Er erwartet ein „schwieriges Spiel mit zwei Mannschaften auf Augenhöhe“. D/A müsse „wieder alles investieren“.

Hansen analysierte die 0:2-Niederlage der Hamburger gegen Werder Bremen II und den 3:1-Sieg des FC St. Pauli zum Saisonauftakt gegen Phönix Lübeck. Eine kompakte und aggressive Mannschaft habe er gesehen. „Mit ein, zwei Spielern mit der Note Extraklasse“. Mit einer Mischung aus erfahrenen Kickern und jungen Talenten. Der 28-jährige Südkoreaner Yiyoung Park bringt die Erfahrung aus mehr als 50 Zweit- und Drittligaspielen mit. Sven Mende, ebenfalls 28, spielte ebenfalls lange drittklassig und zuletzt für die zweite Mannschaft von Schalke 04 und den VfB Lübeck in der Regionalliga. Beides sind gestandene Defensivakteure.

D/A-Trainer Frithjof Hansen hält sich mit Einzelkritiken nach den ersten vier Pflichtspielen der Saison zurück. Er sieht das Team, das in drei Ligaspielen bislang gute sechs Punkte geholt hat und im Pokal gegen den höherklassigen VfL Osnabrück ausgeschieden ist. Das gesamte Team. Auch die Reservisten.

„Alle geben zusammen Gas. Wir haben es gut hinbekommen, dass die Bankspieler eine gute Qualität ins Spiel bringen“, sagt Hansen. Keiner sei beleidigt, dass er nicht in der Startelf stehe, keiner ruhe sich aus. „Das ist mit unser größter Faustpfand“, sagt Hansen.

Reservisten bringen viel Qualität ins Spiel

Gegen Jeddeloh (2:3) lieferte D/A eine der besten zweiten Halbzeiten der vergangenen Jahre ab. Gegen Werder Bremen (4:2) haben die Einwechselspieler um Nikola Serra, Martin Sattler und Dennis Rosin am Ende das Spiel endgültig entschieden. Gegen den FC Eintracht Norderstedt ließen die, die von der Bank kamen, in der Schlussphase nichts mehr anbrennen.

Vermutlich bringt es Frithjof Hansen deshalb nicht aus der Ruhe, dass hinter dem Einsatz eines seiner Besten, Jorik Wulff, gegen St. Pauli (Anpfiff: 18.30 Uhr in Norderstedt) ein Fragezeichen steht. Ob der Offensive spielen kann, entscheidet sich kurzfristig. Bei Nico von der Reith, der während des Norderstedt-Spiels nach einem Schlag gegen das Knie ausgewechselt werden musste, „sieht es gut aus“. Felix Niebergall steht nach einer Trainingsverletzung wahrscheinlich zur Verfügung.

(Quelle: Stader Tageblatt)