Starker Auftritt in Bremen: D/A feiert beim 4:2-Erfolg ersten Saisonsieg

Drittes Pflichtspiel, erster Sieg: Fußball-Regionalligist SV Drochtersen/Assel hat bei der U23 des SV Werder Bremen mit 4:2 (1:0) gewonnen. Nach Pokalpleite und Liga-Auftaktniederlage verbucht D/A die ersten Punkte.

Marcell Sobotta (links) und Tom Kinitz (rechts) beackerten in Bremen die linke Seite für D/A..

Videoanalyse? Fehlanzeige. Beim SV Werder fliegt D/A auf Sicht in den ersten zehn Spielminuten am Sonntagnachmittag. Fehlende bewegte Bilder von der zweiten Mannschaft der Bremer hatten die Vorbereitung auf das Spiel erschwert. Also glaubte die Mannschaft an die eigenen Stärken. Co-Trainer Markus Zimmermann erzählt vor dem Spiel, dass die eigenen Kombinationen in der vorangegangenen Trainingswoche Hauptthema waren.

Nach zehn Minuten erinnern sich die Drochterser Spieler an die Inhalte der Trainingswoche. Sie haben den Anfangsdruck der Bremer überstanden, die gefährlichen Ecken, die Freistöße, und übernehmen die Spielkontrolle. Sie gewinnen die Zweikämpfe im Mittelfeld. Der Ex-Bremer Jorik Wulff kreiert ein paar Möglichkeiten. Noch fehlen allerdings die Abschlüsse auf das Werder-Tor.

Geißen öffnet mit Fernschuss den Torreigen für den SV D/A in Bremen

D/A agiert im 4:4:2-System. Vor Torwart Patrick Siefkes verteidigen Liam Giwah und Tjorve Mohr im Zentrum, Nico von der Reith auf der rechten Seite, Tom Kinitz auf links. Das Mittelfeld besetzten Maximilian Geißen, Sebastian Haut, Marcell Sobotta und Jan-Miklas Steffens. Im Angriff lauern Jorik Wulff und Alexander Neumann.

D/A verfolgt einen guten Plan auf Platz elf im Schatten des Bremer Weserstadions. Spätestens im Mittelfeld beginnt das Pressing. Nach einem Ballgewinn versäumen Kinitz, Sobotta und Geißen im Strafraum zunächst den Schuss aufs Tor. Geißen orientiert sich wieder an die Grenze des Strafraums. Zentral vor dem Tor.

Genau dort fällt ihm der Ball vor die Füße. Dass Geißen eine starke Schusstechnik besitzt, müsste den Bremern klar sein. Er drischt den Ball an die Unterkante der Latte und über die Linie. Werder-Torwart Louis Sascha Lord steht zwar richtig, bekommt die Hand aber nicht mehr rechtzeitig hoch. 1:0 für D/A in der 23. Minute.

Die Drochterser verteidigen danach alles Gefährliche weg. Torchancen bleiben auf beiden Seiten aus.

Abgezockter Neumann antwortet sorfort auf den Bremer Ausgleich

Das ändert sich in der zweiten Halbzeit vom Anpfiff weg. Bremens Dejan Galjen rutscht knapp am Ball vorbei. Sein Kollege Minwoo Kim scheitert an Siefkes. Tim-Justin Dietrichs Schuss lenkt Siefkes mit einer starken Fußabwehr zur Ecke. Aber gegen den Freistoß von Kim kann der Drochterser Torwart nichts ausrichten. Kim streichelt den Ball aus zentraler Position mit dem linken Fuß um die Mauer und ins Netz. 1:1. 52. Minute.

D/A antwortet fast im direkten Gegenzug. Die Aktion von Kapitän Alexander Neumann zeigt seine ganze Erfahrung und Abgezocktheit. Neumann wickelt sich um den Körper seines Gegenspielers. Der lässt das Bein stehen, was Neumann dankend annimmt. Elfmeter. Nico von der Reith schiebt den Strafstoß in der 55. Minute abgeklärt in die rechte Ecke.

D/A hält nach Werders Anschlusstreffer dem Druck in den Schlussminuten stand

D/A ist wieder spielbestimmend und setzt sich ab. Das 3:1 von Jan-Miklas Steffens in der 69. Minute ist gekonnt herausgespielt. Sobotta und Geißen wirbeln im Werder-Strafraum. Steffens kann sich die Ecke aussuchen.

Bremen drückt noch mal in der Schlussphase. Die D/A-Defensive blockt die Schüsse auf Siefkes Tor entschlossen. In der 85. Minute setzt Ex-Werder-Profi Philipp Bargfrede einen Kopfball nach einer Ecke über die Linie. Bremen wirft jetzt alles nach vorne.

Aber bei D/A kommt spielerische Qualität von der Reservebank. Nikola Serra und Martin Sattler narren ihre Gegenspieler auf der rechten Seite. Dennis Rosin braucht vor dem Tor nur noch seinen Fuß hinhalten. 4:2. Abpfiff.

(Quelle: Stader Tageblatt; Bild: Berlin)