D/A muss dem Anfangsdruck standhalten

Das Losglück, das der Fußball-Regionalligist SV Drochtersen/Assel in den vergangenen Jahren oft hatte, blieb in diesem Jahr aus. Am Mittwochabend empfängt D/A in der Qualifikationsrunde des Niedersachsenpokals den Drittligisten VfL Osnabrück. 

Das ist der vermeintlich schwerste Brocken. Anpfiff im Kehdinger Stadion ist um 19.30 Uhr. D/A-Trainer Frithjof Hansen, Teammanager Sören Behrmann und der neue Videoanalyst Jan-Ole Patjens haben es sich nicht nehmen lassen, das Heimspiel des VfL Osnabrück am ersten Spieltag der 3. Liga gegen den MSV Duisburg zu besuchen und den Pokalgegner unter die Lupe zu nehmen.

„Es ist natürlich schwierig, nach dem ersten Ligaspiel eine Einschätzung zu haben – aber ich kann mir vorstellen, dass der VfL Osnabrück zu den Topteams der Liga gehören wird“, sagt Hansen. Wie die Mannschaft den MSV Duisburg, vor allem in der ersten Halbzeit, dominiert hat, habe dem D/A-Trainer imponiert. Der Sieg war völlig verdient. Duisburg sei chancenlos gewesen.

Frithjof Hansen ärgert es nicht, dass die SV Drochtersen/Assel, die sich in der jüngeren Vergangenheit mit drei Pokalsiegen einen Ruf in dem Wettbewerb erarbeitet hat, gleich in der Qualifikationsrunde so einen schweren Gegner bekommen hat. „Das ist cool“, sagt er, „gleich so ein Spiel zu haben, in meinem ersten Pflichtspiel als neuer Trainer.“ Er versuche, es bei allem Erfolgsdruck auch zu genießen. „Allerdings ist der Zeitpunkt natürlich sehr unglücklich“, sagt Hansen. Zwei, drei Wochen später wäre D/A frischer und eingespielter.

Die Saisonvorbereitung hätte wesentlich optimaler verlaufen können. „Wir hatten Pech mit Erkrankungen“, sagt Hansen. Bei einigen Spielern fehle die nötige Frische. Neben Verletzungen haben Corona-Infizierungen, Mandelentzündung, Weisheitszahnoperation die Alternativen bei der Aufstellung eingeschränkt. „Da müssen wir schauen, das wird spannend“, sagt Hansen bezüglich seiner ersten Elf.

„Egal, wen die aufstellen, da kommt enorm viel Qualität“

Er denke, dass die Drochterser aber einen „guten Plan“ gegen den großen Favoriten haben. „Wir müssen gucken, wie groß der Anfangsdruck ist und von Minute zu Minute dagegenhalten, um uns dann ins Spiel arbeiten zu können.“

Ex-D/A-Spieler Jannes Wulff hatte für Osnabrück gleich seinen ersten Einsatz. Gegen Duisburg wurde er für die letzte Viertelstunde eingewechselt. „Er hat das gut gemacht. Man hat gesehen, dass er im Team integriert ist“, sagt Hansen. Wulff habe schnell zwei gute Aktionen gehabt. Eine sehr gute Aktion sei ein Pass in die Tiefe als Torvorbereitung gewesen.

Es wird also spannend, ob es im Pokalspiel zu dem Bruderduell Jannes gegen Jorik Wulff kommt. Hansen hat für solche Gedankenspiele weniger übrig. „Egal, wen die aufstellen, da kommt enorm viel Qualität.“

(Quelle: Stader Tageblatt)