Neuer Torwart will bei D/A Fuß fassen

Die SV D/A hat einen neuen Torwart verpflichtet. Julian Geitz (21) wird die Kader der ersten und zweiten Mannschaft verstärken. Geitz gilt als sehr talentiert. Aber der Verein holte ihn auch aus Kalkül.

D/A sieht Julian Geitz im Tor der zweiten Mannschaft in der Landesliga. Aber mehrmals die Woche trainieren die Torhüter in Drochtersen gemeinsam. Das steigert die Qualität. „Er soll den Jungs Druck machen“, sagt der Sportliche Leiter, Sören Behrmann. D/A musste auf den Abgang von Julian Quack reagieren.

Quack heuerte bei Altona 93 in der Hamburger Oberliga an. Insgesamt stehen den Drochtersern nunmehr fünf Torhüter für die erste und zweite Mannschaft zur Verfügung. Neben der Nummer eins Patrick Siefkes und Geitz sind das Fynn Hegerfeldt, Nico Gürtler und Tino Ebeling.

Zuletzt kickte Julian Geitz in der Oberliga Niederrhein bei Niederwenigern. Seine Ausbildung als Torwart genoss er beim Traditionsclub Rot Weiss Essen. „Julian passt genau in unser Profil“, sagt D/A-Torwarttrainer Christoffer Schellin. „Er ist jung, ehrgeizig. Er brennt lichterloh.“ Seine gute Ausbildung, seine Dynamik und seine Explosivität würden ihn auszeichnen.

Die Corona-Pandemie brachte die Laufbahn von Julian Geitz ins Stocken. Als in Deutschland kaum Fußball gespielt wurde, verließ er die Jugend von Rot Weiss Essen. Schließlich sammelte der Duisburger Spielpraxis in der Oberliga Niederrhein. „Jetzt will ich in Drochtersen erst mal Fuß fassen“, sagt Geitz, der in Hollern-Twielenfleth eine Wohnung bezogen hat.

Bei seinem ersten Auftritt im D/A-Trikot kassierte Geitz sofort vier Gegentore. Mit der zweiten Drochterser Mannschaft spielte er am vergangenen Mittwoch beim Edeka-Meibohm-Cup gegen Gastgeber SV Ahlerstedt/Ottendorf. D/A II hatte gegen den Oberliga-Aufsteiger schon mit 2:0 vorne gelegen. „Die Leistung war zwar nicht schlecht, aber vier Gegentore sind kein schöner Einstieg“, sagt Geitz.

Und seine Ambitionen? Julian Geitz übt sich da in Zurückhaltung – und Geduld. „Nummer eins zu werden, kommt mit wachsender Erfahrung. Im Alter wird ein Torwart reifer“, sagt der neue Mann.

(Quelle: Stader Tageblatt; Bild: Berlin)