D/A-Neuzugang Marcell Sobotta setzt auf Wolle Petry

Marcell Sobotta wird im Trainingslager singen. Für Neuzugänge beim Fußball-Regionalligisten SV Drochtersen/Assel ist das Tradition. Allerdings gehört das Singen nicht zu Sobottas Kernkompetenzen. D/A holte den 25-Jährigen aus anderen Gründen.

Sobotta hat einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben und soll vor allem das Angriffsspiel auf den Außenpositionen ankurbeln. Als „Wunschspieler“ hatte der sportliche Leiter des Clubs, Sören Behrmann, Sobotta nach der Verpflichtung bezeichnet. Schnell, trickreich und stark im Spiel Eins-gegen-eins. D/A baut auf den Fußballer, obwohl er bei seinem letzten Verein, Südwest-Regionalligist TSV Steinbach Haiger, aufgrund von Verletzungen kaum in Erscheinung trat.

Beim TSV Steinbach Haiger nur Kurzeinsätze

Eine ausgekugelte Schulter, gerissene Bänder, eine Corona-Infektion, zuletzt das Sprunggelenk. Die Saison beim TSV Steinbach Haiger verlief unglücklich für den 25-jährigen Offensivspieler. „Ich hatte wenig Rhythmus und kam deshalb nicht an mein Leistungsmaximum heran“, sagt Sobotta. In seiner Statistik stehen 17 Einsätze in der vergangenen Regionalligasaison, meist Kurzeinsätze. Die Spielzeit war zäh.

„Ich bin überzeugt, dass ich jetzt wieder durchstarten kann“, sagt Sobotta, der in der Jugend von Holstein Kiel groß geworden ist und 2013 zum FC St. Pauli wechselte. Zwischen 2016 und 2018 traf er mit der zweiten Mannschaft des FC in der Regionalliga häufiger auf D/A. 2018 verließ Sobotta Hamburg und ging nach Nordhausen, später nach Lotte und zu den Kickers nach Offenbach. Dann Steinbach Haiger.

D/A hatte sich schwer bemüht um Sobotta. „Der Verein steckt Vertrauen in mich, obwohl meine Saison nicht optimal gelaufen ist“, sagt der Fußballer. D/A glaube an ihn und seine Stärken. Und D/A und er haben offenbar gemeinsame Ziele. „Ich würde gern in der 3. Liga spielen“, sagt Sobotta. Sein neuer Verein ist auch nicht abgeneigt, will den Aufstieg nicht mit Macht, aber in der nächsten Saison oben mitspielen und wenigstens vorbereitet sein. „Wir sind Sportler, Wettkämpfer, wir haben Ehrgeiz. Ich will mich nicht einschränken. Der Glaube, dass es klappen kann, ist da“, sagt Sobotta.

Sobotta schätzt Mentalität

D/A sei ihm schon immer sympathisch gewesen. Ihm, der gern Verantwortung auf dem Platz übernimmt, dabei aber nicht den Lautsprecher mimt. Er sei Teamplayer, er wolle der Mannschaft helfen. Sobotta kennt sein zukünftiges Team noch gut aus alten Zeiten bei St. Pauli. Er weiß um die Drochterser Mentalität und den Teamgeist. „Es war schwer, gegen Drochtersen zu punkten“, sagt Sobotta.

So langsam kommt das Heimatgefühl zurück. Sobotta ist schließlich Norddeutscher. Er sucht eine Wohnung in der Gegend. Stade sei ein nettes, kleines Städtchen. Hamburg nicht weit weg. Es passt. Neben dem Fußball studiert Sobotta Betriebswirtschaftslehre im Fernstudium.

Marcell Sobotta betritt die große Showbühne irgendwann zwischen dem 14. und 17. Juli. In einem Speiseraum einer dänischen Ferien- und Sportanlage ein paar Kilometer nördlich der deutsch-dänischen Grenze. Vor dem Frühstück, Mittag- oder Abendessen ist Sobotta an der Reihe. Sobotta ist clever. Er wird einen deutschen Schlager schmettern. Einen von Wolfgang Petry wahrscheinlich. Er hofft, dass seine Mannschaftskollegen ganz schnell mit einstimmen. „Dann geht meine limitierte stimmliche Leistung unter“, sagt Sobotta.

(Quelle: Stader Tageblatt)