Verträge verlängert: D/A bindet Leistungsträger für die nächsten Jahre

Der Fußball-Regionalligist SV Drochtersen/Assel steckt mitten in der Kaderplanung für die kommende Saison. Zwei wichtige Personalien hat der Verein jetzt geklärt. D/A bindet Leistungsträger an sich. Und das, obwohl sich auch die Konkurrenz für die Spieler interessierte.

Die SV Drochtersen/Assel hat den Vertrag mit Innenverteidiger Tjorve Mohr (25) um ein weiteres Jahr verlängert. Dies gab Teammanager Sören Behrmann bekannt. „Tjorve ist ein Eckpfeiler der Mannschaft. Er ist in dieser Saison zum Führungsspieler geworden“, sagt Behrmann.

Mohr soll einige lukrative Angebote von namhaften Regionalligisten ausgeschlagen haben. Der 25-Jährige wechselte im vergangenen Sommer von der zweiten Mannschaft von Holstein Kiel zur SV D/A. „Ich habe mich in Drochtersen sehr schnell sehr wohl gefühlt“, sagt Mohr. Er schätze den Verein, das Umfeld, die Bodenständigkeit, die Wertschätzung, die einem entgegengebracht werde.

Der Innenverteidiger lebt gemeinsam mit seiner Freundin in Hamburg. In Kiel studiert Mohr noch eineinhalb bis zwei Jahre lang Sport, Wirtschaft und Politik auf Lehramt. Der 25-Jährige hat in dieser Saison von bislang 30 Liga- und Pokalspielen nur eines verpasst. In jedem Wettbewerb traf Mohr ein Mal, beim 2:2 gegen den VfB Lübeck und Ostersamstag beim 2:3 gegen den BSV Rehden. D/A war nach der Niederlage gegen Rehden aus dem Landespokal-Wettbewerb ausgeschieden.

Klarheit auf der Torhüterposition

Neben Tjorve Mohr wird D/A zudem Torhüter Patrick Siefkes weiter an sich binden. Der Vertrag ist zwar noch nicht unterschrieben, aber nach dem Pokalspiel gegen Rehden am Ostersamstag bestätigten Siefkes und D/A-Präsident Rigo Gooßen eine Laufzeit bis Sommer 2025.

Siefkes ist mit 32 Jahren und nunmehr fast sieben Jahren bei D/A einer der dienstältesten Spieler bei den Kehdingern. Er kam 2015 von Wacker Nordhausen nach Drochtersen, spielte vorher bei Carl Zeiss Jena, dem FC Magdeburg und dem Halleschen FC. Er gilt als einer der besten Torhüter der Regionalliga.

Siefkes: „Albern“ innerhalb der Regionalliga zu wechseln

Mit seinen starken Reflexen hatte Siefkes am Sonnabend gegen Rehden ein Debakel verhindert. Beim Stand von 1:3 entschärfte er mehrere hundertprozentige Chancen des Gegners. Allerdings hatte Siefkes das dritte Gegentor auch zum großen Teil verschuldet, weil er den Ball nicht rechtzeitig aus der Gefahrenzone schoss.

Patrick Siefkes hat in der Region seine Heimat gefunden. Er lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Stade. Immer mal wieder habe Siefkes Angebote von anderen Vereinen erhalten und abgelehnt. „Wir haben uns hier eingelebt. Es wäre albern, innerhalb der Regionalliga zu wechseln“, sagt Siefkes.

(Quelle: Stader Tageblatt)