D/A hat Pokalsieg als Ziel ausgerufen

Das, was kommen mag, macht D/A-Präsident Rigo Gooßen euphorisch. „Pokalhighlight statt Tristesse in der Nichtabstiegsrunde.“ Der Fußball-Regionalligist SV Drochtersen/Assel empfängt am Ostersamstag um 15 Uhr den BSV Rehden im Halbfinale des Landespokalwettbewerbs.

Nach drei Titeln weiß D/A, wie es ist, diesen Triumph zu feiern. Und ist „hungrig“ auf den vierten. Es geht nicht unbedingt nur um das Geld, das ein Pokalerfolg in die Vereinskasse spülen würde. Sechsstellige Einnahmen, die die SV Drochtersen/Assel mit der Qualifikation für die erste Runde des DFB-Pokals generieren würde. Nur auf den Sieger des Landespokalwettbewerbs warten die lukrativen Gegner aus der Bundesliga. Dafür müsste D/A jetzt Rehden schlagen und im Endspiel dann den Sieger des Duells zwischen Hildesheim und Meppen, das am 4. Mai stattfindet.

D/A investiert in die Infrastruktur

Das Geld ist offenbar nicht die Hauptmotivation. „Obwohl es wirtschaftlich nicht uninteressant ist“, sagt Rigo Gooßen. Schließlich will der Verein in die Infrastruktur investieren im Kehdinger Stadion und auf der Anlage in Assel und bessere Trainingsbedingungen schaffen. Die Einnahmen in den vergangenen Corona-Spielzeiten waren auch nicht die, die sie mal waren. „Ein Erfolg würde einiges vereinfachen“, sagt Rigo Gooßen.

Es ist das Rampenlicht, in das D/A in den vergangenen Jahren gerückt ist. Der Verein hat daran Geschmack gefunden. Drei Pokalsiege bei vier Finalteilnahmen in sieben Jahren haben D/A in Niedersachsen als Pokalmannschaft etabliert, DFB-Pokal-Spektakel gegen Mönchengladbach, die Bayern und Schalke brachten den Club bundesweit in die Schlagzeilen. Der Halbfinalerfolg gegen den VfB Oldenburg vor dem ersten Pokalsieg 2016 habe eine Zeitenwende eingeläutet, sagt Rigo Gooßen. Bis dahin war D/A „eine graue Maus“. D/A galt in den ersten und zweiten Pokalrunden als gern gesehener Gegner und schied immer früh aus. „Seit Oldenburg sind wir hungrig auf den Pokal, vorher nicht“, sagt Rigo Gooßen.

Der Präsident wird am heutigen Mittwoch 62 Jahre alt. 40 Jahre davon führte er den Verein an der Spitze als oberster Funktionär. Damit gilt Rigo Gooßen als einer der dienstältesten Vereinschefs, wenn nicht als der dienstälteste, weit und breit. Die Spielvereinigung besteht in diesem Jahr 45 Jahre. Damals, im April 1982, war Rigo Gooßen mit der Motivation angetreten, die Herrenmannschaften des Vereins erfolgreicher zu machen, damit die durchaus erfolgreiche Jugend eine Perspektive erhält und dem Club treu bleibt. Heute will er „das Erreichte bewahren“. Schließlich sei es ein langer Weg gewesen, um diesen Status quo zu erreichen. „Der Pokal ist das Sahnehäubchen“, sagt Rigo Gooßen. Die SV D/A ist nach mageren Pokaljahren längst so selbstbewusst geworden, den Gewinn des Wettbewerbs als eines der ersten Saisonziele auszurufen.

Tickets

Tickets für das Halbfinale im Niedersachsenpokal gibt es im Sporthaus Freudenthal und im Postladen in Drochtersen. Die Sitzplätze sind schon ausverkauft. Stehplätze stehen dagegen noch genug zur Verfügung. Sie kosten im Vorverkauf zwischen sechs und zehn Euro, an der Abendkasse zehn bis zwölf Euro. D/A bietet für das Pokalspiel wieder VIP-Plätze an. Für 85 Euro erhalten die Zuschauer einen Sitzplatz auf der Haupttribüne und Verpflegung im VIP-Bereich in der Zeit von 13 bis 19 Uhr.

(Quelle: Stader Tageblatt)