Das erste Endspiel von zehn: D/A startet in die Abstiegsrunde der Regionalliga Nord

Für die SV Drochtersen/Assel beginnt am Sonntag (15 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den HSC Hannover der „Abstiegskampf“. Die Tabellensituation in der Abstiegsrunde der Fußball-Regionalliga Nord unterstreicht diese kuriose Tatsache bereits nach Spieltag eins.

Trainer Lars Jagemann betont seit dem aus D/A-Sicht frustrierenden Abrutschen in die Abstiegsrunde, dass seine Mannschaft diese Tatsache akzeptieren und den Abstiegskampf annehmen müsse. D/A hatte nur drei von 20 Saisonspielen in der Nordstaffel verloren, rutschte aber aufgrund des schlechteren Torverhältnisses als Sechster in die Abstiegsrunde, anstatt in der Meisterrunde mit guter Punkteausbeute mitmischen zu können. Am ersten Spieltag der Abstiegsrunde hatte D/A spielfrei. Und die Tabellensituation zeigt auf, wie brutal es in dem derzeitigen Spielmodus zugehen kann.

D/A schloss die Nordstaffel mit zehn Punkten mehr als Eintracht Norderstedt ab und mit zwölf Punkten mehr als der 1. FC Phönix Lübeck. In der vorläufigen Tabelle der Abstiegsrunde führt Phönix Lübeck nach dem 4:1-Sieg bei Rehden die Tabelle nun an, und Norderstedt zog nach dem 1:1 bei Jeddeloh mit D/A nach Punkten gleich (18) und steht dank des besseren Torverhältnisses vor den Drochtersen. Zur Erinnerung: Es wurden nur die Punkte mitgenommen, die gegen Mannschaften gewonnen wurden, die nun in der gleichen Runde spielen.

Jagemann: Spiele werden keine Selbstgänger

Das Tabellenbild ist nur eine Momentaufnahme, eine kurzfristige. Aber: „Die Gefahr, die besteht, ist dadurch sehr gut zu erkennen“, sagt Lars Jagemann. „Uns muss bewusst sein, dass wir eine komplett neue Situation haben, und dass die Spiele keine Selbstgänger werden“, mahnt Jagemann.

Der Trainer ist zu dem Spiel des HSC gegen Altona 93 nach Hannover gefahren. Er sah eine „vogelwilde“ Partie, beide Mannschaften hätten mit „offenem Visier“ gespielt, statt 0:0 hätte das Spiel auch 3:3 ausgehen können. Gastgeber HSC Hannover war den einen Tick besser, hatte auch die besseren Torchancen. „Ihre Stärken haben sie sicherlich mehr in der Offensive“, sagt Jagemann.

Allerdings glaubt er nicht, dass der HSC Hannover auch auswärts beim vermeintlichen Favoriten D/A derart offensiv agieren wird. In der Defensive hat der kommende Gegner aber „definitiv“ seine Probleme. Die Drochterser werden die Pressingzone um gut 15 Meter nach vorne verlegen, um den Gegner verstärkt unter Druck zu setzen.

Viele Krankheitsfälle – keine optimale Vorbereitung

Erhöhten Erfolgsdruck verspürt Lars Jagemann nicht. Durch den Modus mit Auf- und Abstiegsrunde habe D/A „sowieso nur Endspiele“ gehabt, sagt der Trainer. Das bleibe in der Abstiegsrunde nun so. Die Mannschaft weiß das und wird die Spiele entsprechend angehen. Da macht sich der Trainer keine Sorgen.

Allerdings waren die vergangenen eineinhalb Wochen schwierig, eine optimale Vorbereitung sieht anders aus. Durch anhaltende Krankheitsfälle habe Jagemann immer nur bis zu zwölf Spieler in den Trainingseinheiten gehabt. Hinter den Einsätzen von Ashton Götz, Oliver Ioannou und Felix Niebergall stehen Fragezeichen, bei Tjorve Mohr wird es „sehr eng“, Daniel Owusu fällt mit Oberschenkelproblemen aus.

Abstiegsrunde: die D/A-Spiele

  • D/A – HSC Hannover (So.,13. März)
  • Lüneburg – D/A (So., 20. März)
  • D/A – Rehden (S0., 27. März)
  • Jeddeloh – D/A (So., 2. April)
  • D/A – Oberneuland (So., 10. April)
  • Hannover – D/A (So., 1. Mai)
  • D/A – Lüneburg (Sbd., 7. Mai)
  • Rehden – D/A (Sbd., 14. Mai)
  • D/A – Jeddeloh (So., 22. Mai)
  • Oberneuland – D/A (So., 29. Mai)

(Quelle: Stader Tageblatt; Autor: Bröhan; Foto: Struwe)