D/A bestreitet das erste von zwei Endspielen um die Meisterrunde

Mit Flensburg 08 erwartet die SV Drochtersen/Assel den Tabellenzweiten der Regionalliga am Freitag im Kehdinger Stadion. Warum D/A-Trainer Lars Jagemann dennoch optimistisch ist.

Die Ausgangslage: Zwei Spieltage vor Ende der Hauptrunde belegt D/A mit 31 Punkten Rang vier. Zwei Punkte dahinter steht der VfB Lübeck, mit drei Punkten Abstand folgt der Hamburger SV II auf Platz sechs. Selbst der Tabellendritte Teutonia Ottensen ist mit 33 Zählern noch nicht für die Meisterrunde qualifiziert. Eine dieser vier Mannschaften wird den begehrten fünften Platz am Ende nicht erreichen.

Das Restprogramm: D/A trifft am Freitag vor eigenem Publikum auf Flensburg und muss am 18. Februar zum VfB Lübeck – zwei Hochkaräter. Der VfB spielt neben D/A noch das Derby gegen Phönix Lübeck. Der HSV II muss zum abstiegsbedrohten Heider SV und empfängt Phönix. Teutonia spielt gegen Norderstedt und beim Tabellenführer Holstein Kiel II. Auf dem Papier bestreitet D/A das schwierigste Restprogramm, der HSV II das vermeintliche leichteste.

Meisterrunde in der Fußball-Regionalliga: Nur die fünf besten Teams qualifizieren sich

Das große Aber: D/A hat in der Vergangenheit gezeigt, dass ihm die starken Gegner liegen. „Vom Papier her sind Lübeck und Flensburg zwei Hammer-Aufgaben“, sagt Drochtersens Trainer Lars Jagemann. Aber noch habe sein Team eine bessere Ausgangslage als die Verfolger. Und in den Hinspielen sammelte D/A gegen Flensburg (0:0) und Lübeck (3:0) vier Punkte. „Wir haben den Anspruch, in die Meisterrunde zu kommen. Wir standen vom ersten Spieltag an über dem Strich“, sagt Jagemann.

Die fünf besten Mannschaften der Nord- und der Südstaffel der Regionalliga Nord spielen den Meister aus, der in einer Relegation um den Aufstieg in die 3. Liga spielt. Von den elf Mannschaften, die es nicht in die Meisterrunde schaffen, steigen am Ende fünf Teams in die Oberligen ab. Gegen die Konkurrenz aus den unteren Tabellenregionen hat D/A fleißig Punkte gesammelt und dürfte mit dem Abstieg nichts zu tun haben.

D/A-Kader: El-Saleh krank, Rusch fällt mit Knieproblemen änger aus

Die personelle Lage bei D/A: Offensivmann Hassan El-Saleh musste in dieser Woche zwei Trainingseinheiten wegen einer Erkrankung absagen. Innenverteidiger Christian Rusch fällt mit Knieproblemen vier Wochen aus. Defensivspieler Nico von der Reith ist nach seiner Achillessehnen-Verletzung gerade erst wieder ins Lauftraining eingestiegen. Innenverteidiger Nikola Serra kehrt nach einer Operation am Bauch wohl erst in einigen Monaten zurück in den Kader.

Die taktische Ausrichtung: Lars Jagemann entscheidet je nach Personallage beim Abschlusstraining am Donnerstag. Das eher defensive 5:4:1-System pflegte D/A in dieser Saison in den meisten Spielen. Die offensivere 5:3:2-Variante klappte zuletzt beim 4:1-Testspielsieg gegen den HSV II gut.

Der Gegner: Gegen die „1,90-Hünen“ aus Flensburg, die gerne lange Bälle spielen und bei Standards gefährlich sind, hänge der Ausgang des Spiels von Haus aus von der Mentalität ab, so Jagemann.

Die Corona-Regeln im Stadion: Im Kehdinger Stadion sind am Freitagabend 500 Zuschauer zugelassen. An der Abendkasse wird es noch Tickets geben. Das Spiel beginnt um 19 Uhr. Ab 17.30 Uhr ist Einlass. Der Verein bittet die Fans wegen der Kontrollen, frühzeitig zu kommen. Es herrscht 2G plus und Maskenpflicht auch auf den Plätzen. Zuschauer registrieren sich zuvor mit der Luca-App.

(Quelle: Stader Tageblatt; Autor: Daniel Berlin; Foto: Bergmann (Archiv Tageblatt)