SV D/A schlägt HSV II im Testspiel

HAMBURG. Der Fußball-Regionalligist SV Drochtersen/Assel hat am Sonnabend ein Testspiel gegen die zweite Mannschaft des Hamburger SV gewonnen. Noch-Trainer Lars Jagemann setzte auf eine für D/A ungewöhnliche taktische Ausrichtung, die aber sehr erfolgreich war.

Hassan El-Saleh brachte D/A in der 25. Minute nach Vorarbeit von Jannes Elfers mit 1:0 in Führung. Die Drochterser hatten in der Defensive alles im Griff. Nur weitere zwingende Chancen erarbeitete sich der aktuelle Tabellenvierte der Regionalliga Nord gegen Sechsten nicht. Nach dem Seitenwechsel überstand D/A eine starke Phase der Hamburger und erhöhte nach einer Ecke in der 60. Minute schließlich auf 2:0. Innenverteidiger Tjorve Mohr traf im Nachsetzen, nachdem Lennard Fock am HSV-Torwart gescheitert war. Zehn Minuten später verkürzte der HSV. Aber D/A nutzte in der Schlussphase durch Jan-Miklas Steffens seine Kontermöglichkeiten – und gewann mit 4:1.

Jagemann, der nach der Saison von seinem bisherigen Co-Trainer Frithjof Hansen als Chef abgelöst wird, setzte in der Startelf im Tor auf Reservemann Fynn Hegerfeldt. Julian Quack ersetzte Hegerfeldt im zweiten Durchgang. Rückkehrer Liam Giwah spielte in der Innenverteidigung und bot eine „überragende Leistung“, so Jagemann. Technisch, taktisch und läuferisch habe sich Giwah in den vergangenen eineinhalb Jahren bei Holstein Kiel gut entwickelt. Giwah gewann fast alle seine Zweikämpfe und agierte bei der Spieleröffnung mit viel Übersicht.

Neuzugang Wulff überzeugt im Mittelfeld

Neuzugang Jorik Wulff vom SV Werder Bremen II überzeugte Jagemann im Mittelfeld mit vielen Balleroberungen. „Er hat viel geackert und den Gegner gut unter Druck gesetzt“, so der Trainer. Jagemann bot gegen den HSV vor der Fünfer-Abwehrkette drei Mittelfeldspieler auf. Neben Wulff waren das die Stammkräfte Oliver Ioannou und Maximilian Geißen. Im Sturm spielten Hassan El-Saleh und Felix Niebergall in der ersten und Lennard Fock und Jan-Miklas Steffens in der zweiten Halbzeit. Diese taktische Ausrichtung sorgte dafür, dass D/A in der Offensive im Strafraum viel präsenter war, als zuletzt. Und das, ohne die Kompaktheit in der Defensive zu verlieren.

In der Regionalliga indes ist der Kampf um den für die Qualifikation für die Meisterrunde wichtigen fünften Platz entbrannt. In einem Nachholspiel schlug Teutonia Ottensen das Team von Weiche Flensburg mit 3:0 und kletterte auf Rang drei. D/A ist mit zwei Punkten Rückstand Vierter. Drochtersen hat auf die Verfolger vom VfB Lübeck zwei und auf den HSV drei Punkte Vorsprung – bei zwei noch ausstehenden Spielen. Allerdings warten auf D/A mit Flensburg und den VfB Lübeck noch zwei schwere Gegner. Drochtersen empfängt Tabellenführer Flensburg am Freitag, 11. Februar, um 19 Uhr im Kehdinger Stadion.

(Quelle: Stader Tageblatt; Autor: Berlin; Foto: Struwe)