D/A: Nur noch ein Sieg bis zum DFB-Pokaleinzug

DROCHTERSEN. Es ist ein Blick in die Kristallkugel. Aber, wenn alles gut läuft, benötigen die Fußballer aus Drochtersen nur noch einen Sieg im Landespokal-Halbfinale, um sich für den DFB-Pokal zu qualifizieren. Warum D/A dabei mit einem Auge nach Meppen schaut.

Die Halbfinal-Auslosung im Landespokalwettbewerb eröffnet dem Fußball-Regionalligisten SV Drochtersen/Assel ungeahnte Möglichkeiten. Mit noch einem Sieg kann sich D/A zum vierten Mal für den DFB-Pokal qualifizieren. Dafür muss aber der SV Meppen in der 3. Liga mitspielen.

Traum vom DFB-Pokal

In Kehdingen darf wieder geträumt werden von einem Spiel gegen einen namhaften Bundesligisten in der ersten Runde des renommierten Wettbewerbs. Borussia Mönchengladbach, die Bayern und Schalke 04 gastierten bereits in Drochtersen, brachten ihre Stars mit und lockten Tausende in das kurzzeitig ausgebaute Stadion. Die Vereinskasse klingelte. Der Bekanntheitsgrad der SV Drochtersen/Assel stieg deutschlandweit durch das immense Medieninteresse rapide an.

Die Auslosung vor einigen Tagen ergab, dass D/A im Halbfinale im Kehdinger Stadion am 18. April 2022 auf den Vertreter der Südstaffel der Regionalliga Nord, BSV SW Rehden, trifft. Der SV Meppen muss zum Regionalligisten VfV Hildesheim, der in der Runde zuvor den Drittligisten Eintracht Braunschweig besiegt hatte.

Voraussetzungen für den Einzug

Grundsätzlich gilt, dass beide Finalisten den Qualifikanten für die erste Hauptrunde des DFB-Pokal-Wettbewerbs 2022/2023 ausspielen. Auf dem Papier sind D/A und der SV Meppen die Favoriten auf den Finaleinzug. Und jetzt wird es vage: Der SV Meppen belegt nach 20 von 38 Spielen in der 3. Liga Tabellenplatz drei. Die besten vier Teams dieser Liga qualifizieren sich automatisch für den DFB-Pokal. Heißt: Würde Meppen das Landespokalfinale erreichen und weiterhin so erfolgreich in der 3. Liga spielen, würde der Endspielgegner, egal, wie das Finale ausgeht, ebenfalls in den DFB-Pokal einziehen.

Natürlich steht den Drochtersern auf dem Weg dahin noch der BSV SW Rehden im Weg und die Saison für Meppen in der 3. Liga ist noch lang. Zudem muss Meppen auch erst einmal in Hildesheim gewinnen. Dass Hildesheim Pokal kann, hat es gegen Eintracht Braunschweig eindrucksvoll bewiesen. „Aber es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht mit einem halben Auge nach Meppen schaue“, sagt D/A-Trainer Lars Jagemann. Auf jeden Fall drücke er dem Team die Daumen in der Liga.

Ein Endspiel gegen Meppen wäre eine Neuauflage des Finales von 2021. D/A ging früh in Führung, musste sich aber im Elfmeterschießen geschlagen geben.

Wintervorbereitung nach vorn verschoben

Nach der Absage des Regionalligaspiels gegen Altona 93 gingen die Spieler der SV Drochtersen/Assel in die Weihnachtspause. Der Verband hat das Altona-Spiel bereits für den 29. Januar 2022 neu angesetzt. Deshalb muss Lars Jagemann den Start in die Wintervorbereitung um eine Woche vorverlegen. Am 4. Januar sehen sich die Spieler im Kehdinger Stadion zum Training wieder.

D/A stehen noch schwierige Aufgaben bevor in den Partien gegen Altona, Weiche Flensburg (11. Februar) und den VfB Lübeck (18. Februar). Das Rennen um den fünften Platz, der für die Aufstiegsrunde qualifiziert, ist mit den jüngsten Siegen der direkten Drochterser Konkurrenz aus Lübeck und vom HSV wieder spannender geworden. Der Kampf um den fünften Platz könnte sich sogar erst am letzten Spieltag der Hinrunde auf der Lohmühle in Lübeck entscheiden.

(Quelle: Stader Tageblatt; Foto: Elsen)