U 10 ohne Fortune

Die U 10 durchläuft zur Zeit ein kleines Tal. Nach 5 gespielten Spielen belegt man weiterhin als Schlußlicht den 7. Platz. Das zerrt ein wenig am Selbstvetrauen und nun kommt am nächsten Samstag, im letzten Punktspiel des Jahres, auch noch der Spitzenreiter nach Drochtersen.

Auch wenn es sich in solchen Situationen immer nach Phrasendrescherei anhört, die Tatsache das das Schlußlicht in der Kategorie Gegentore ein Tor weniger gefangen hat, ja sogar völlig verrückterweise sogar noch die beste Defensive der Liga aufweist, sollte das Team nicht chancenlos in dieses Match gehen lassen. Das Problem liegt woanders, ist es derzeit der offensive Ertrag der nicht passt.

Das gestrige Spiel gegen den VfL Güldenstern Stade zeigte auch ein wenig das Dilemma auf, hatte das Team insgesamt mit entsprechenden Einsatz vieles in die Waagschale geworfen, sich aber zum einen nicht für das eigene Engagement belohnt und dann in ihrer besten Phase ein unglückliches Gegentor kassiert, welches dann schon ein wenig wie der berühmt gezogene Stecker wirkte.

Aber von Anfang an. So versuchte man in einer umgestellten Formation zum Erfolg zu kommen, sollte traditionell Jarne zentral und mit Hussein auf links und Lukas auf rechts zwei schnelle Defensivspieler bei eigenem Ballbesitz das Offensivspiel unterstützen. Dafür rückte der torgefährliche Ilio eine Position vor, Jannes auf die rechte Seite und zentral sollte Leiv als Spitze für Gefahr sorgen.

Aber auch die klare Botschaft an den einen oder anderen Spieler, dass a) egal wer grad auf dem Platz kommt jeder in der Kreisliga 1 eine imense Laufbereitschaft und vor allem auch eine entschlossene Präsenz im Zweikampf aufbieten muss, wenn wir als Team zum Erfolg kommen wollen! Und ferner im entscheidenden Moment der Blick vom Ball zum Mitspieler gerichtet werden muss.

Mit dieser Vorgabe gingen wir dann auch in das Spiel und es entwickelt sich ein entsprechendes Kampfspiel. Der VfL hat auch seine Chancen aber das energische Zupacken unserer Defensivreihe unterbindet einige gute Schusschancen für die Gäste. Zweimal geht der Ball an unerem Tor vorbei und ansonsten landen die Bälle bei Max.

Aber es gibt auch Möglichkeiten nach vorne. So muss u.a. Ilio ein kräftezerrendes Pensum ablegen. Nach vorne aber auch nach hinten hat er es mit einem extrem starken Gegenspieler zu tun. Dennoch kann er sich einige Male gut durchsetzen und ist gleich mal am ersten Torschuss beteiligt. Leiv erobert auf rechts einen Ball, sein Pass wird zur Mitte weitergeleitet, verlängert zu Ilio der nur Zentimeter zu hoch ansetzt.

Bei einem weiteren gutem Angriff über links wird Jaysson geschickt aber der Ball in der Mitte findet nicht den Abnehmer. Die größte Chance dann als der vorpreschende Hussein Jannes auf die Reise schickt und dieser aus relativ spitzem Winkel, freistehend zum Abschluß kommt. Dieser Ball verpasst nur knapp das Tor.

In der Schlußphase der 1. Halbzeit kommt dann der VfL nochmal besser auf, weil auf der einen oder anderen Position der Zugriff auf den Gegenspieler fehlt und Abstöße fast unhgehindert vom Gast postwendend zu gefährlichen Gegenangriffen verwertet werden. Hier zeigt sich aber die Defensive nochmal kampfstark, so dass wir schadlos mit dem 0 : 0 in die Halbzeit gehen.

Für die 2. Hälfte heisst es sich nochmal einzuschwören aber auch der Hinweis, dass jeder bereit sein muss für den anderen zu Laufen!!!

Wir kommen gut aus der Kabine und beiden Teams merkt man an das man gewinnen will. Es läuft defensiv weiter gewohnt gut und wir versuchen nach vorne mal schnell zum Erfolg zu kommen. So wird diesmal Jaysson auf die Reise geschickt, der sich leider im Strafraum den Ball einen Tick zu weit vorlegt, wäre das eine 100 Prozentige Torchance geworden.

Wie dem auch sei, man versucht es munter weiter wo man bei einem Kopfballversuch den Ball nicht richtig trifft und der Ball am Tor vorbei segelt.

Dann ein Freistoß, der Ball kommt punktgenau, Jannes hält den Kopf hin und der Ball prallt gegen die Latte. Zentimeter fehlen zum Glück und es kommt noch bitterer.

Der VfL ist natürlich auch immer gefährlich unterwegs und in der 38. Minute ein Abschluß aus 13 Metern, der zum Entsetzen in den Maschen landet. 0 : 1.

Nun heisst es den Kopf nicht hängen zu lassen, wird nochmal der ein oder andere Spieler in die Offensive geschickt und vielleicht noch frische Kräfte in der Schlußphase.

Der VfL hat durch dieses Tor auch Selbstbewusstein getankt und ist auf einigen Positionen nun in den Zweikämpfen präsenter, so dass es nun schwer fällt nochmal gefährlich vor das Tor zu kommen.

Man versucht irgendwie nochmal alles aber am Ende kann man dem Spiel keine entscheidende Wende mehr geben.

Fazit: D/A startete in beiden Hälften gut in das Spiel und erarbeitete sich teilweise auf schwer bespielbaren und kraftraubenden Terrain ein paar gute Möglichkeiten. Aber das Glück war nicht hold mit der Mannschaft und symptomatisch dafür dann auch das Gegentor, wo man kurz zuvor noch die Latte trifft. Statt 1 : 0 dann 0 : 1. Der VfL geht somit am Ende als glücklicher aber keineswegs unverdienter Sieger vom Platz.

Trainer: „Es ist natürlich bitter wenn du so ein Spiel verlierst und das ist natürlich für den einen oder anderen Spieler auch nicht wirklich leicht, diese Misserfolge dann mal eben so zu verarbeiten. Aber dennoch versuchen die Jungs positiv von Spiel zu Spiel zu denken. Wir haben uns auch heute wieder ein paar gute Chancen erarbeitet aber es ist immer leicht gesagt die Dinger dann zu verwerten. Nun heißt es trotzdem mit neuem Mut in das letzte Spiel des Jahres zu gehen. Gegen JFV A/O/B/H/H müssen wir nun einfach nochmal versuchen mit einer zweikampfstarken Formation ihnen das Leben so schwer wie möglich zu machen. Danach heisst es sich sammeln und hoffen, dass Corona nicht die Hallensaison zum Erliegen bringt. Hier werden wir, sofern man denn Coronabedingt darf, mit 2 Teams an den Start gehen!“

Für D/A am Start waren: Max – Hussein. Jarne, Lukas – Ilio, Leiv, Jannes – Noel, Joel, Jaysson