D/A trennt sich torlos von Eintracht Norderstedt

DROCHTERSEN. Der Fußball-Regionalligist SV Drochtersen/Assel hat sich am Sonntagnachmittag auswärts mit 0:0 von Eintracht Norderstedt getrennt. Der Auftritt gehört in die Kategorie uninspiriert. Aber immerhin: D/A bleibt im vierten Spiel in Serie ohne Gegentor und im fünften Spiel in Folge ohne Niederlage.

Dass die SV Drochtersen/Assel gegen ihren vermeintlichen Lieblingsgegner zur Halbzeit nicht zurückliegt, ist pures Glück und der Verdienst von D/A-Torwart Patrick Siefkes. Im zwölften Aufeinandertreffen beider Teams ist die Eintracht ganz nah dran am zweiten Sieg. Norderstedts Holger Brüning prüft Siefkes in der fünften Minute das erste Mal. Jan Lüneburg scheitert vier Minuten später per Seitfallzieher. Ein Flachschuss von Philipp Müller geht in der 22. Minute knapp vorbei. Kurze Zeit später fordert Müller den Drochterser Schlussmann erneut erfolglos. Brünings Schuss nach etwas mehr als einer halben Stunde wehrt Siefkes ebenfalls ab.

Und D/A? Die Mannschaft von Trainer Lars Jagemann kreiert in der Offensive nur wenig Brauchbares in Halbzeit eins. Einen harmlosen Schuss von Oliver Ioannou und eine Halbchance von Jan-Miklas Steffens, dem Eintracht-Torwart Stefan Rakocevic den Ball im letzten Moment vom Fuß klaut.

Zu wenig Aktion in der Offensive

Jagemann forderte im Vorfeld der Begegnung wieder mehr Spielkontrolle seiner Mannschaft, „einen Tick mehr“ Aktion in der Offensive. Das Spiel im Edmund-Plambeck-Stadion in Norderstedt kontrolliert bis zur Halbzeit allerdings ausschließlich der Gastgeber. „Wir sind nicht gut zwischen die Räume gekommen und haben uns nicht gut angeboten“, sagt Jagemann. Wenn seine Mannschaft mal über die Flügel durchbrach, „fehlte die Boxbesetzung“. „Vorne im Zentrum hat das Ackern gefehlt“, sagt Jagemann.

Im zweiten Spielabschnitt beginnt D/A ein wenig mutiger, greift früher an, setzt Norderstedt früher unter Druck. Doch mehr als ein gefährlicher Freistoß aus 20 Metern von Nico von der Reith springt bei allen Bemühungen nicht heraus. Der Drochterser Innenverteidiger zirkelt den Ball über die Mauer in Richtung linken oberen Winkel. Dem Freistoß fehlt die Schärfe. Rakocevic ist da. Den Aktionen von Hassan El-Saleh und Fabio Dias im gegnerischen Strafraum fehlt die letzte Konsequenz.

Torgarant Neumann krank

D/A-Stürmer Alexander Neumann hatte sich am Morgen des Spieltags krank abgemeldet. Neumann galt in den vergangenen Jahren immer als Torgarant gegen Norderstedt. „Er hätte heute gut reingepasst“, sagt sein Trainer.

Die Zuschauer sehen ein zerfahrenes Spiel. Eines, in dem in der zweiten Halbzeit die Höhepunkte fast komplett ausbleiben. Schiedsrichter Alexander Herbers muss häufig eingreifen und unterbrechen. D/A vermittelt in der 80. Minute den Eindruck, als sei es mit dem torlosen Remis durchaus zufrieden. Und so läuft die Uhr in einem schwachen Regionalligaspiel herunter.

An der Ausgangsposition ändert sich für die SV Drochtersen/Assel wenig. Als Viertplatzierter ist der Vorsprung auf Rang sechs bei sechs Punkten beruhigend. Rang fünf qualifiziert für die Meisterrunde.

Die Statistik des Spiels

Tore: keine

Eintracht Norderstedt: Rakocevic, Marxen, Williams, Brüning (74. Choi), Lüneburg, Nyarko, Behounek, Hölscher, Bojadgian, Müller (82. Brown), Grau

SV D/A: Siefkes, Khodabakhshian, Rusch, Mohr, von der Reith, Elfers, Ioannou, Geißen, El-Saleh (86. Nagel), Dias (62. Sattler), Steffens (76. Niebergall)

Schiedsrichter: Alexander Herbers (Lathen) – Assistenten: Philip Holzenkämpfer (Wallenhorst), Björn Behrens (Hannover)

Nächstes Spiel: FC Teutonia 05 Ottensen – SV D/A (So., 31. Oktober, 14 Uhr)

(Quelle: Stader Tageblatt, Bericht: Daniel Berlin, Foto: Bergmann)