D/A lebt gut mit Nullnummer gegen die HSV U23

DROCHTERSN. Am Freitagabend startet die SV Drochtersen/Assel gegen den HSV II mit einem Heimspiel in die Rückrunde der Fußball-Regionalliga Nord. Das Hinspiel hatte D/A mit einer offensiven Glanzleistung 4:2 gewonnen. Nun endet ein chancenarmes Spiel 0:0. Für D/A okay.

(Letztes Update am 15. Oktober um 22.20 Uhr: Details und Stimmen ergänzt.)

Da die Innenverteidiger Nikola Serra (verletzt) und Tjorve Mohr (erkältet) ausfallen, muss Trainer Lars Jagemann etwas experimentieren. Neben Nico von der Reith spielt wie schon beim 3:0-Sieg gegen den VfB Lübeck Christian Rusch, zudem kehrt Arian Khodabakhshian nach seiner Gelb-Rot-Sperre zurück in die Startelf. Und die Abwehrreihe steht und wird nach dem Spiel zurecht gelobt.

Präsident Rigo Gooßen hebt die Leistung von Nico von der Reith hervor, er habe die umgekrempelte Defensivformation herausragend geführt. Außerdem ließ es sich Gooßen nicht nehmen, Christian Rusch zum Spieler des Tages zu küren. Rusch hatte im ersten Spiel gegen den HSV II noch einen schlechten Tag gehabt und wurde früh ausgewechselt. Rusch zeigte nun eine tadellose Leistung.

Torgefahr ist Mangelware

Auf den Außen spielen Jannes Elfers und Ashton Götz. Im Zentrum sollen die Dauerbrenner Oliver Ioannou und Maximilian Geißen die Fäden ziehen. Offensiv sollen es Hassan El Saleh, Fabio Dias sowie der erstmals in der Startelf stehende Jan-Miklas Steffens richten. Torgefahr wird aber Mangelware sein.

D/A beginnt sehr abwartend, überlässt den Gästen den Ball. Der HSV II lässt den Ball laufen, kommt aber nicht über die Strafraumgrenze der Drochterser hinaus. Die Drochterser wiederum kommen freilich nicht ins Spiel, weil sie nur reagieren. In den ersten Minuten passiert also nichts.

Dann bricht die zwölfte Minute an und die Drochterser nehmen mit Ballbesitz endlich am Spiel teil. Der Ball läuft in den eigenen Reihen, Ballverluste werden sofort wieder erobert. Das Spiel verlagert sich in die gegnerische Hälfte. In der 17. Minute hat D/A die erste Ecke. Erst danach endet der minutenlange Ballbesitz. D/A ist jetzt spielbestimmend. In der 22. Minute kommt Dias einen Tick zu spät bei einem Querpass vors HSV-Tor. Durch das Raunen der Zuschauer darf diese Szene als erste Torchance gewertet werden. Dabei soll es bleiben.

Ohne Chancen vor und nach der Pause

Chancen springen auf beiden Seiten nicht heraus. Aus einem Fehlpass von HSV-Torhüter Steven Mensah hätte D/A eventuell mehr machen können, doch Elfers verspringt der Ball. Aber immerhin ist das Spiel nach der abtastenden Anfangsphase nun lebhafter. Torlos geht es sehr pünktlich in die Pause. Der Schiedsrichter sieht trotz drei kleinerer Unterbrechungen auch keinen Grund, etwas nachspielen zu lassen.

Die zweite Halbzeit beginnt sehr lebhaft. In der 47. Minute verdaddelt Geißen den Ball im Mittelfeld, Robin Velasco wird steil geschickt und taucht frei vor D/A-Torhüter Patrick Siefkes auf, der verkürzt geschickt den Winkel und Velasco verzieht. Zwei Minuten später sucht er den Abschluss aus 20 Metern und trifft die Latte. Da hat D/A Glück. Die Hamburger wollen das Tor nun erzwingen und drücken. D/A stemmt sich dagegen, ist aber oft zu hektisch in den Aktionen.

Viel Hektik im Spiel

Es dauert aber bis zur 69. Minute, bis der HSV aus der Distanz den Ball mal wieder aufs D/A-Tor bringt. Im Gegenzug kommt der eingewechselte Alexander Neumann zu einem kraftlosen Abschluss. Das Spiel ist umkämpft und hektisch, saubere Aktionen finden nicht statt.

In der 84. Minute bekommt ein Schuss von von der Reith Applaus, obwohl er weit drüber geht. Das Spiel bietet halt wenig Höhepunkte. Dabei bleibt es. 0:0.

Die Trainer heben sodann die Abwehrleistungen ihrer Mannschaften hervor. Sowohl Jagemann wie auch Pit Reimers sahen ein gerechtes Unentschieden. Zwingende Chancen fehlten halt auf beiden Seiten. „Zwei, drei Aktionen hätten wir besser ausspielen können“, sagt Jagemann. Mit dem Punkt kann D/A mit Blick auf die Tabelle gut leben. Der HSV II bleibt distanziert im Kampf um die Plätze für die Aufstiegsrunde.

Die Statistik des Spiels

SV Drochtersen/Assel: Siefkes, Kodabakhshian, von der Reith, Rusch, Elfers (79. Golke), Götz (46. Owusu), Ioannou, Geißen, Steffens, El-Saleh (83. Sattler), Dias (63. Neumann)

Hamburger SV II: 1 Mensah, Duah (78. Gyamfi), Zumberi, Fabisch, Limani (63. Kilo ), 11 Robin Velasco, Andresen (76. Owusu), Hein, Großer, 22 Sommer, Burmeister (68. Rexhepi)

Schiedsrichter: Felix Bickel (Assistenten:Timon Oliver Schulz, Julius Merkel)

Zuschauer: 783

Nächstes Spiel: Norderstedt – D/A (So., 24. Oktober, 14 Uhr)

(Quelle: Stader Tageblatt)