Unsere Philosophie im Junior/in Fußball

Die Philosophie

Das wichtigste beim Kinderfußball ist, dass Kinder einfach Kinder sind und daher bemühen wir uns auch unseren Fußball nach folgenden Grundregeln zu pflegen:

1.   Kinderfußball ist kein Erwachsenenfußball!

Um die Kinder für das Fußballspielen im Verein zu begeistern, muss das „Training“ vom ersten Augenblick an Spaß machen. Das gelingt nur, wenn nicht Ziele, Inhalte und Methoden aus dem Jugend- oder Erwachsenenfußball kopiert werden, sondern eine eigene Philosophie vom Kinderfußball in die Trainingspraxis übertragen wird.

Auch sollte man von Kindern nicht Spielzüge oder taktisches Verständnis des Erwachsenenfußballs erwarten und fordern. Das können und wollen sie nämlich gar nicht, denn Kinder spielen anders: sie spielen Kinderfußball!

2.   Ausbildungsorientiert und nicht Ergebnisorientiert handeln!

„Hauptsache gewonnen, wie ist egal.“ „Wer gewinnt bekommt die Punkte.“ „Man hat in der Jugendausbildung Erfolg, wenn man am Ende des Jahres oben steht.“
Wer so denkt, redet, und handelt, hat im Kindertraining nichts verloren. Kinder sind keine Spielfiguren, sie müssen nicht in taktische Zwänge gepresst werden und sie müssen nicht gewinnen. Sie sollen ihre Fähigkeiten auf dem Platz ohne Zwang und mit Freude vortragen können. Die Weiterentwicklung  jeden Spielers des Teams steht im Vordergrund. Auch das Verlieren muss man kennenlernen!!! Gute Leistungen (wie im echten Leben) führen nicht immer zum Erfolg!

3. Spaß und Freude am Sport fördern!

Das überragende Ziel im Kinderfußball ist es, Kinder für den Fußball zu begeistern. Denn Kinder, die den Fußballsport von Herzen lieben, hören später nicht auf Fußball zu spielen. Ergebnisse und Tabellen sind unwichtig. Hier gilt: Individuelle Förderung der Spieler geht vor Mannschaftserfolg. Ob Sieg oder Niederlage, der Spaß am Fußball muss immer im Vordergrund stehen. Das Training muss neben Lernfortschritten vor allem Spaß bringen.

4. Kinder auf allen Positionen spielen lassen!

Es darf keine Festlegung auf Spielpositionen geben. Nur ein vielseitig ausgebildeter junger Spieler wird ein guter Fußballer! Die Kinder müssen das Spiel auf verschiedenen Positionen erleben! Auch auf der Torhüter-Position wechseln. Das bringt mehr Spaß für die Kinder und sie lernen auch wesentlich mehr, als wenn sie zu „Positionsidioten“ heran gezüchtet werden.

5. Alle Spieler sind gleichwertig und spielen etwa gleich viel!

Jedes Kind, egal wie weit es in seiner fußballerischen Entwicklung ist, hat ein Anrecht darauf zu spielen. Alle Kinder sollten in etwa gleich viel bei Spielen/Turnieren zum Einsatz kommen, da sie in Spielen nun mal am Besten lernen können. Wer immer nur Auswechselspieler ist, kann sich auch kaum weiter entwickeln. Spätestens ab der D-Jugend nützen einem 4-5 gute Spieler eh nichts mehr, da hier auf Großfeld gespielt wird. Somit liegt es im größten Interesse des Vereins, dass möglichst viele Spieler gut ausgebildet werden und das können sie nur durch den Einsatz bei Spielen. Hierbei sollte man auch jedem Kind die Möglichkeit geben mal von Anfang an zu spielen, sowie jedes Kind auch mal auswechseln.

6.eine sportübergreifende, allgemeine Grundlagenausbildung, die Basis für jegliches Sport treiben ist, vermitteln

Bewegungsspiele, die auf den ersten Blick mit Fußball nichts zu tun haben, bieten grundlegende Fertigkeiten, die im Kindesalter verbessert werden sollen und einer langfristigen, behutsamen Entwicklung von „Fußball-Fertigkeiten“ zugute kommen werden. Getreu dem Motto: nur wer richtig laufen kann, kann auch gut Fußball spielen.

7. Kinder nicht nur sportlich fördern, sondern auch sozial erziehen!

Die Ausbildungsziele unserer Kinder sollten nicht nur sportlicher Natur sein: Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein, Selbstständigkeit und Selbstvertrauen, Risikobereitschaft und Kreativität sind alles Tugenden, die von den Kindern erwartet und entwickelt werden sollen.