NFV friert die Saison bis September ein

NFV plant keinen Abbruch +++ Droht der Saison 2020/2021 das Aus?Die wegen der Corona-Pandemie ausgesetzte Saison 2019/20 soll für die Amateure ab der Oberliga bis in die Kreisklassen ab dem 1. September fortgesetzt werden, wenn die Politik bis dahin grünes Licht für Fussballspiele gibt. Dies soll auch für die Frauenmannschaften und in der Jugend gelten. Ein Abbruch der Saison möchte der NFV unbedingt vermeiden.

Das ist das Ergebnis einer Videokonferenz des NFV mit den 42 Kreisvorständen. Die endgültige Entscheidung ist für Mitte nächster Woche anvisiert.

Auch eine weitere Verschiebung steht im Raum. Wären die Plätze im Herbst unbespielbar, steht die kommende Saison komplett auf der Kippe und dürfte damit ausfallen.

Jürgen Stebani vom Verbandsspielausschuss äusserte sich bei az-online deutlich: „Die Saison wird nicht abgebrochen, sie ist unterbrochen. Es ist der Wunsch der Vereine, die Saison irgendwie zu Ende zu bringen.“

Angst vor Klagen

Ein Saisonabbruch sieht die Spielordnung nicht vor und hätte womöglich rechtliche Schritte einiger Vereine zur Folge. Bereits am Vormittag hatte der BFV die Saison bis zum 31. August ausgesetzt und deutlich gemacht, dass die Saison nicht abgebrochen werden soll.

Auf der Homepage der Bayerischen Fussballverbands wird DFB-Vize Rainer Koch deutlich:

„Wir wollen keine Geisterspiele, wir wollen keine juristischen Streitigkeiten, wir wollen den fairen Wettbewerb und Entscheidungen auf dem Platz – nicht am grünen Tisch! Da aktuell aber niemand mit Gewissheit sagen kann, ob tatsächlich ab dem 1. September 2020 wieder gespielt werden kann, brauchen wir aber gleichzeitig eine Lösung mit größtmöglicher Flexibilität. Für den BFV gibt es genau aus diesem Grund auch keine Alternative zum Vorschlag, die aktuelle Saison in jedem Fall zu Ende zu spielen, sobald das wieder möglich ist.“

Weiter befürchtet er Klagen der Vereine: „Noch viel weitreichender wäre aber wohl die Frage, wie im Falle eines Abbruches die sportliche Wertung vorzunehmen ist. Hierfür gibt es keine rechtlich einwandfreie und schon gar nicht sportlich faire Lösung. Das wird zudem auch Klagen nach sich ziehen. Niemand kann einem Tabellenzweiten nachweisen, dass er selbst einen rein theoretischen Rückstand nicht noch aufgeholt hätte. Das haben wir im Fußball alles schon tausende Male erlebt. Gleiches gilt für die Abstiegsfrage.“