D/A empfängt den Tabellenletzten

DROCHTERSEN. Der Fußball-Regionalligist SV Drochtersen/Assel steigt am Freitag ab 19.30 Uhr im Kehdinger Stadion nach der Winterpause in die Saison ein. D/A empfängt als Fünfter den Tabellenletzten Heider SV. Ein Rückkehrer hofft auf seinen Einsatz.

D/A-Trainer Lars Uder lässt sich naturgemäß vor dem Anpfiff nicht in die Karten schauen, was die taktische Aufstellung angeht. Er sagt nur so viel: Die Mannschaft habe in den vergangenen Wochen eine gute Vorbereitung bestritten. Bis auf die Langzeitverletzten seien alle Spieler fit.

Ein Spieler brennt besonders auf seinen Einsatz. Für Offensivmann Till Hermandung wäre die Partie gegen den Heider SV das erste Pflichtspiel seit dem 24. März 2019. Der 22-Jährige hatte sich in der Begegnung gegen Eintracht Norderstedt das Kreuzband gerissen. „Hoffnung auf einen Einsatz habe ich auf jeden Fall. Aber am Ende entscheidet der Trainer“, sagt Hermandung.

Hermandung pausierte nur am Sonntag

Uder hat seinen Schützling in den vergangenen Wochen physisch noch stärker erlebt, als vor der Verletzung. Nachdem Hermandung die Krücken im Sommer ablegen durfte, trainierte er sechs Monate lang täglich vier bis sechs Stunden lang in seiner Heimat in der Pfalz. Nur an den Sonntagen gönnte sich der Spieler manchmal eine Pause, um zu regenerieren.

„Ich durfte mein Bein nur mit 20 Kilogramm belasten. Ein Oberschenkel war doppelt so dick wie der andere. Da wusste ich, dass ich mehr machen musste, um wieder aufzuholen“, sagt Hermandung. Jetzt sei er rein körperlich weiter als vorher.

Kreuzbandriss ist aus dem Kopf

Der Kreuzbandriss sei aus seinem Kopf. „Das habe ich abgehakt, als ich das erste Mal mit der Mannschaft trainierte“, sagt Hermandung. Beim ersten Training war er sofort in mehrere Zweikämpfe verwickelt. Auch Pressschläge waren dabei. Die Mitspieler haben gestaunt und sich gewundert. „Ich weiß, dass alles fest ist im Knie. Ich mache mir keine Sorgen“, sagt Hermandung.

Zwölf Spiele muss D/A in dieser Saison noch bestreiten. 36 Punkte sind zu vergeben. Bislang hat der Club 38 Zähler auf dem Konto. Am Ende der vergangenen Saison waren es 52 und D/A beendete die Spielzeit als Fünfter. „Wir haben uns weiterentwickelt, obwohl wir bislang eine Saison mit Höhen und Tiefen erleben“, sagt Hermandung. Sechs sieglose Spiele standen von Ende August bis Ende September in der Statistik. Sechs Siege in Serie bescherten den Kehdingern von Oktober bis November die Maximalausbeute von 18 Punkten.

Hermandung mag den Konkurrenzkampf

Die Qualität des Kaders habe sich in der Breite gesteigert, sagt Hermandung. Er mag den Konkurrenzkampf, der dadurch zwangsläufig entstanden ist. „Die Jungs werden immer besser“, sagt er. Zuletzt holte sich der Verein mit Dren Feka einen jungen Spieler, der dennoch schon viel Erfahrung gesammelt hat.

Die SV Drochtersen/Assel hält gegen den Heider SV die Favoritenrolle. Unterschätzen werde die Mannschaft das Schlusslicht der Liga allerdings nicht. Schließlich wollten sich die D/A-Spieler auch nicht das Party-Wochenende vermiesen, meint der Trainer. Kapitän Sören Behrmann feierte am Donnerstag seinen 30. Geburtstag und lädt am Tag nach dem Spiel ein.

Quelle: Stader Tageblatt