D/A setzt sich im Kampfspiel durch

LÜNEBURG. Das letzte Spiel des Jahres hat der Fußball-Regionalligist SV Drochtersen/Assel mit 1:0 gewonnen. Beim Lüneburger SK Hansa führte ein Kopfball von Stürmer Alexander Neumann zum gelungenen Jahresabschluss. Damit hat D/A 38 Punkte.

Der Platz des Jahn-Stadions in Neetze, wo der Lüneburger SK Hansa beheimatet ist, ist schwer zu bespielen. Der Rasen ist vom Regen durchnässt, der Boden tief und uneben. D/A-Trainer Lars Uder schickt Patrick Siefkes, Hassan El-Saleh, Sören Behrmann, Laurens Rogowski, Eyke Kleine, Finn Zeugner, Jan-Ove Edeling, Marcel Andrijanic, Jannes Wulff, Dario Kovacic und Alexander Neumann ins letzte Spiel des Jahres. Die Lüneburger, die während der Woche ein torloses Unentschieden bei der zweiten Mannschaft des Hamburger SV erkämpft haben, setzen auf eine geordnete Defensive.

„Mit ihren Möglichkeiten verteidigen sie gut“, sagt Oliver Ioannou während der Pause. Der ehemalige LSK-Kapitän und jetzige D/A-Leistungsträger, der nach der Winterpause nach seiner Verletzung wieder mitmischen will, schaut sich das Spiel selbstverständlich live an. Der Gastgeber muss während dieser Saison viele verletzungsbedingte Ausfälle kompensieren. LSK-Teamchef Rainer Zobel schickt eine Mannschaft ins Rennen, die „in dieser Konstellation noch nie zusammengespielt hat“. Drei Spieler geben ihr Startelf-Debüt. Nach dem Spiel ist Zobel mit der abgerufenen LSK-Leistung aufgrund dieser Ausgangslage durchaus zufrieden, wie er sagt.

Elftes Saisontor von Neumann

Die erste Halbzeit ist ereignisarm, es gibt kaum nennenswerte Chancen. Ioannou beziffert den Ballbesitz von D/A auf 60 bis 75 Prozent, allerdings spielt D/A in der Offensive zu kompliziert. Das Eckenverhältnis von 3:0 spricht für den Gastgeber. Insgesamt ist es eine von Zweikämpfen geprägte erste Halbzeit. „Man hat sich gegenseitig neutralisiert“, sagt D/A-Präsident Rigo Gooßen.
In der zweiten Halbzeit versucht D/A, mehr Druck aufzubauen. Das gelingt teilweise gut. In der 58. Minute gelingt der Siegtreffer.

Andrijanic schießt einen starken Freistoß aus halblinker Position und Stürmer Neumann köpfelt stark ein. „Das gelingt nicht alle Tage“, freut sich Gooßen, Neumann sei schließlich nicht gerade ein Kopfballungeheuer. Neumann geht mit elf Treffern in die verdiente Winterpause, ein starker Wert in der Liga. D/A-Trainer Uder freut sich, über die „glückliche Führung“. Uder sieht dann ein offenes Spiel in Hälfte zwei mit den besseren Chancen aufseiten des LSK.

Lüneburg lässt Großchancen liegen

Die Lüneburger haben in der zweiten Halbzeit Möglichkeiten. „Die vergeben sie aber kläglich“, sagt Ioannou. D/A nehme den Dreier gerne mit. Erst ist es Braima Baldé, der in der 67. Minute frei vor dem Tor von Siefkes auftaucht, aber daneben zielt. In der 77. Minute kombinieren sich Malick Mboob, Can Düzel und Ante-Akira Kutschke gekonnt durch. Der zuvor eingewechselte Kutschke verfehlt knapp den Ausgleich. „Wir haben unsere Großchancen nicht genutzt“, sagt Zobel. Eigentlich sei es ein typisches 0:0-Spiel gewesen.

D/A hatte aber seinen einen Moment. „Wir haben den Sieg am Ende mehr gewollt“, sagt Gooßen und lobt die engagierte Spielweise der Mannschaft. Er hebt Zeugner hervor, der eine ganz starke Partie abgeliefert habe. „Wir gehen zufrieden in die Winterpause“, sagt Gooßen.

Die Statistik des Spiels

  • Tore: 0:1 (58.) Neumann
  • Lüneburger SK Hansa: Springer, Dente (64. Mboob), Pauer, Pägelow, Kunze, Istefo, Baldé (75. Kutschke), Deters, Gerlach, Düzel, Seidel
  • SV D/A: Siefkes, Zeugner, Rogowski, Behrmann, Kleine, Edeling, Kovacic (59. Elfers), Andrijanic, El-Saleh, Wulff (84. Shehada), Neumann
  • Schiedsrichter: Patrick Schwengers (Assistenten: Alexander Roppelt und Henning Deeg)
  • Zuschauer: 354
  • Nächstes Spiel: SV D/A – Heider SV (Fr., 21. Februar 2020, 19.30 Uhr, Kehdinger Stadion)

Quelle: Stader Tageblatt