D/A will sich erneut ins Halbfinale kontern

D/A will im Pokal weiter feiern. Nico von der Reith ist davon überzeugt, dass die Mannschaft als starke Einheit überraschen wird. Foto: Struwe

DROCHTERSEN. Am Mittwoch (19 Uhr) empfängt Fußball-Regionalligist SV Drochtersen/Assel den Drittligisten Eintracht Braunschweig im Viertelfinale des Niedersachsenpokals. Eine Platzbegehung am Dienstag hat ergeben, dass die Partie definitiv stattfindet.

Seit sechs Spielen wartet die SV Drochteren/Assel auf einen Sieg in der Regionalliga. Zusätzlichen Druck erzeugt das vor dem Aufeinandertreffen mit der höherklassigen Eintracht bei D/A-Trainer Lars Uder nicht. „Wir werden unser Schicksal nicht von einem Pokalspiel abhängig machen“, sagt Uder. Vielmehr überwiege die Vorfreude auf einen weiteren Pokalabend im Kehdinger Stadion. „Wir freuen uns, wieder gegen einen Traditionsverein zu spielen.“ Parallelen zum Spiel aus der vergangenen Saison gegen Braunschweig möchte Uder nicht ziehen. „In dem Spiel hatten wir viel Glück, auch weil Fabian Klinkmann gut gehalten hat. Braunschweig war vielleicht aber auch nicht voll auf das Spiel fokussiert“, sagt Uder. Das sei dieses Jahr anders. Zwar wartet die Eintracht wie auch 2018 seit drei Spielen auf einen Sieg, doch im Gegensatz zur Vorsaison zählt der Deutsche Meister von 1967 nicht zu den Abstiegskandidaten der Liga. „Braunschweig gehört vom Potenzial her eine Liga höher“, sagt Uder über den Tabellendritten der 3. Liga.

Partie findet trotz Regenfall statt

Dass die Pokalpartie stattfindet und nicht dem Regen der zurückliegenden Tage zum Opfer fällt, bestätigte D/A-Präsident Rigo Gooßen am Dienstag. Eine Platzbegehung habe ergeben, dass das Spiel definitiv angepfiffen wird. Die Platzbedingungen bieten den optimalen Rahmen für eine Pokalschlacht. Auf die Spielweise der Braunschweiger dürfte dies jedoch keine Auswirkung haben. „Sie haben eine weiträumige Spielanlage. Sie agieren mit vielen langen Bällen und Flanken“, sagt Uder. Auch die Abschläge von Torwart Jasmin Fejzic bis weit in die gegnerische Hälfte sind ein Mittel des Drittligisten. „Da ist es egal, ob wir über den Kampf kommen, wenn zwei Drittel der Mannschaft mit einem Ball überspielt wird. Das ist schwer zu verteidigen.“ Schwer zu verteidigen sind auch Standardsituationen. Mit Nick Proschwitz und Benjamin Kessel verfüge Braunschweig über zwei groß gewachsene, kopfballstarke Spieler. „Standardsituationen können ein Faktor in dem Spiel werden“, sagt Uder. Ein weiterer Spieler, der die Hintermannschaft von D/A durcheinanderbringen könnte, ist Martin Kobylanski. Ob der Top-Torjäger mit fünf Treffern in Drochtersen zum Einsatz kommt, weiß Uder allerdings nicht. „Er war zuletzt aus disziplinarischen Maßnahmen suspendiert.“ Aber auch Kobylanskis Vertreter Orhan Ademi ist torgefährlich. Beim 1:1 gegen den Halleschen FC am vergangenen Wochenende brachte Ademi die Eintracht zwischenzeitlich in Führung.

Unabhängig davon, ob Kobylanski, Ademi oder ein anderer Stürmer in der Startelf steht, werde sich D/A verstärkt um die Defensive bemühen. Immerhin war die Taktik in der vergangenen Saison nicht nur gegen Braunschweig, sondern auch gegen Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück und gegen den SV Meppen erfolgreich. „Die Drittligisten hatten den Ball häufiger als wir. Wir haben tief gestanden. Unsere Stärke waren die Konter. Da waren wir sehr variabel“, sagt Uder. Beim 1:1 gegen Rehden im vergangenen Regionalligaspiel hat dem Trainer das Konterspiel allerdings nicht gefallen. „Da haben wir es nicht gut gemacht.“

Andrijanic steht vor Comeback

Personell hat sich die Situation bei den Kehdingern ein wenig entspannt. Nico von der Reith und Daniel Owusu sind wieder fit. Möglicherweise könnte auch Marcel Andrijanic sein Comeback geben. Am Montag stieg der Mittelfeldspieler wieder in das Mannschaftstraining ein. „Er konnte schmerzfrei trainieren und wäre eine Option“, sagt Uder. Ebenfalls wieder im Mannschaftstraining befindet sich Hassan El-Saleh. Ein Einsatz gegen Braunschweig kommt für den 22-Jährigen allerdings noch zu früh.

Das sagen die D/A-Spieler

Nico von der Reith: „Wir gewinnen, weil wir alles geben werden, um die Überraschung zu schaffen. Wir hatten schlechte Tage und sind als Mannschaft enger zusammengewachsen. Das wird unsere Stärke sein, um ein sehr gutes Spiel zu machen und um zu gewinnen.“

Florian Nagel: „Wir gewinnen, weil wir es im letzten Jahr auch geschafft haben. Pokalspiele gegen größere Mannschaften sind immer gut.“ Marcel Andrijanic ist wieder in das Training eingestiegen und wäre einsatzbereit gegen Braunschweig. Marcel Andrijanic: „Wir gewinnen, weil wir als Einheit alles in die Waagschale werfen werden. Am Ende werden wir dann abrechnen.“

Finn Zeugner: „Wir gewinnen, weil wir die letzten beiden Spiele defensiv kompakter gestanden haben und gut miteinander gespielt haben. Das wird uns helfen.“

Eyke Kleine: „Wir gewinnen, weil wir im Pokal noch nie gegen einen Drittligisten verloren haben. In Kombination mit unserem Willen und unserem Kampfgeist, stehen also alle Zeichen auf Sieg.“

Alexander Shehada: „Wir gewinnen, weil Pokalspiele immer besonders sind. Wir haben als Mannschaft Lust darauf. Zudem ist es immer schön, gegen einen Drittligisten zuspielen und uns mit einem Sieg zu belohnen.“

Jan-Ove Edeling: „Wir gewinnen, weil Braunschweig wieder nicht mit uns rechnen wird. Sie werden uns wegen unserer Serie unterschätzen. Außerdem werden sie überrascht sein, wer alles wieder auf dem Platz stehen wird.“

Quelle: Stader Tageblatt