Wieder ein Drittligist: D/A wirft Braunschweig aus dem Pokal

DROCHTERSEN. Die SV Drochtersen/Assel wahrt die Chance auf die Teilnahme am DFB-Pokal. Im Viertelfinale des Niedersachsenpokals hat sich D/A mit 5:4 nach Elfmeterschießen gegen den klassenhöheren Drittligisten Eintracht Braunschweig durchgesetzt und diesen tiefer in die Krise gestürzt.

Jan-Ove Edeling verwandelte den entscheidenden Elfmeter und sorgte damit für die Pokal-Überraschung. Zuvor hatten Nico Mau, Jasper Gooßen, Marcel Andrijanic und Till Hermandung für D/A getroffen. Torhüter Fabian Klinkmann parierte den ersten Elfmeter von Braunschweigs Mergin Fejzullahu und legte damit den Grundstein für den Erfolg über den kriselnden Traditionsclub. Schon in der vergangenen Saison hatte D/A mit dem VfL Osnabrück einen Drittligisten nach Elfmeterschießen aus dem Landespokal-Wettbewerb geworfen.

„Schöner hätte ich mir das nicht malen können“, sagte Klinkmann, der zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz nach seiner Verpflichtung im Sommer gekommen war. „Dass der Trainer mich aufgestellt hat, habe ich zurückgezahlt.“ Trainer Lars Uder: „Fabian Klinkmann hat uns im Spiel gehalten.“ Vereinspräsident Rigo Gooßen: „Das Team glaubt immer an sich und an Wunder.“

D/A ist präsenter

Mehr als 1700 Zuschauer im Kehdinger Stadion, darunter rund 360 Gäste-Fans, sahen im ersten Durchgang einen starken Auftritt der Drochterser Mannschaft. D/A war präsenter als der Deutsche Meister von 1967 und war der Führung näher. Die größte Chance hatte Jasper Gooßen, der in der achten Minute aus spitzem Winkel knapp am langen Pfosten vorbeischoss. Braunschweig präsentierte sich äußerst harmlos und behäbig im Aufbauspiel. Die Drochterser Fünferkette hatte alles im Griff.

Nach der Pause war die Eintracht am Drücker. Kapitän Felix Burmeister scheiterte zunächst am starken D/A-Keeper Klinkmann (53.). Drei Minuten später rettete Innenverteidiger Nico Mau auf der Linie. Auf der Gegenseite zirkelte Alexander Neumann einen Schuss auf das Braunschweiger Tor (64.), der Erst- und Zweitliga-erfahrene Eintracht-Torhüter Lukas Kruse war aber zur Stelle.

Die Schlussphase gestalteten beide Mannschaften offen. D/A konnte sich zunehmend befreien und weitere Konter fahren. Gefährlich wurde es aber nicht mit, auch weil Klinkmann bei seinem erstem Pflichtspieleinsatz für D/A tolle Reflexe zeigte. Neun Minuten vor dem Ende vereitelte er eine Chance von Braunschweigs Onur Bulut. 0:0 stand es nach der regulären Spielzeit. Dann kam es direkt zum Elfmeterschießen – und wenig später zur großen Überraschung.

Quelle: Stader Tageblatt