Unglückliche Niederlage für D/A

DROCHTERSEN. Auch für Pokalhelden wachsen die Bäume nicht in den Himmel: Zweimal passten sie heute Nachmittag nicht auf und das reichte der U23-Truppe des Bundesligisten Werder Bremen für zwei Tore zum 2:0 Auswärtssieg gegen eine gute Drochterser Mannschaft, die mit spielerischen Mitteln den Erfolg suchte.

Vor 900 Zuschauern zeigten die Gastgeber bei idealen Fußballbedingungen um die 20 Grad einen ansprechenden Fußball mit vielen guten Kombinationen und wenig planlosen hohen Bällen. Trainer Lars Uder musste verletzungsbedingt umstellen: Für den am Knie beim Pokalspiel gegen die Bayern schwer verletzten Sven Sören Zöpfgen und den am Rücken lädierten Meikel Klee kamen Hassan El Saleh und Julian Stöhr.

Auch taktisch stellte Uder um und ließ ein flexibles 4:2:3:1 spielen, mit Alexander Neumann an vorderster Front. Insbesondere der langfristige Ausfall von Zöpfgen auf der Sechserposition schien vor dem Spiel für die Pokalhelden ein großes Problem, das Uder geschickt löste: Marcel Adrijanic rückte nach hinten und machte seine Sache weitgehend gut.

D/A bis zur Halbzeit unbeeindruckt

Das System von Lars Uder schien aufzugehen – aber nur bis zur 38. Minute, als Marcel Adrijanic einen Ball im Mittelfeld verlor, Julian Stöhr konnte auf der linken Abwehrseite die Flanke auf Joshua Sargent nicht verhindern, so dass der US-Amerikaner in Diensten der Bremer keine Mühe hatte, alleine vor Patrick Siefkes aus sechs Metern die überraschende Führung für Werder zu erzielen. D/A zeigte sich zwar bis zur Halbzeit unbeeindruckt, ohne allerdings Fakten in die Bilanz zu bringen.

Auch in der zweiten Halbzeit waren die Gastgeber die bessere Mannschaft mit deutlich mehr Spielanteilen, allerdings versäumte es D/A aus der Überlegenheit im Mittelfeld Chancen zu kreieren. Neun Gelbe Karten (fünf für Werder) belegen die Nicklichkeiten im Spiel, das am Ende für D/A unglücklich endete, denn in der Nachspielzeit schlug Bremen wieder aus dem Nichts zu: Als D/A alles nach vorne warf, traf Florian Ditz zum 0:2.

Quelle: Stader Tageblatt