D/A vs. FC Bayern: Das passiert hinter den Kulissen

DROCHTERSEN. Bei der Aktion „TAGEBLATT öffnet Türen“ durften TAGEBLATT-Leser die erste Zusatztribüne im Kehdinger Stadion begutachten. Zudem führte D/A-Präsident Rigo Gooßen gut gelaunt und offen durch eine kurzweilige wie informative Gesprächsrunde.
Das DFB-Pokalspiel zwischen dem Fußball-Regionalligisten SV Drochtersen/Assel und dem deutschen Rekordmeister FC Bayern München rückt näher. Am 18. August empfängt D/A den Traumgegner vor 7800 Zuschauern im Kehdinger Stadion. Das TAGEBLATT informiert seit der Auslosung über jedes Detail des Pokalkrachers. D/A-Präsident Rigo Gooßen erzählte auch vom Großen und Ganzen – wusste während der launigen Gesprächsrunde aber ebenso zu überraschen mit netten, neuen Anekdoten…Natürlich habe im Raum gestanden, das Spiel auch in Hamburg vor mehr Zuschauern auszutragen. Rein finanziell hätte sich dies gelohnt. „Doch dieses Spiel soll unser Erlebnis sein“, sagt Gooßen, daran solle sich die Region noch lange erinnern. Wäre D/A umgezogen, wäre es für die Bayern nur ein Spiel wie jedes andere gewesen und für D/A ein Auswärtsspiel.

„Wir haben Glück, dass die Tribünen überhaupt stehen“, sagt Gooßen. Weil es recht lange gedauert hatte, bis D/A wusste, ob aufgrund der Terminierung ein Heimspiel möglich ist. Ein Abendspiel hätte wegen der Fernsehübertragungen nicht im Kehdinger Stadion stattfinden können, da das Flutlicht zu schwach ist. So waren bei Anfrage fast keine Freilicht-Tribünen mehr verfügbar. D/A greift auf beide anbietenden Firmen aus Hannover und Stuttgart zu.

171 Seiten Auflagen fürs Pokalspiel

So groß und detailliert die DFB-Auflagen für so ein Pokalspiel sind, auf 171 Seiten aufgelistet. So umfassend sind auch fast die Ansprüche des FC Bayern München. Die Gäste bekommen neben der Gästekabine freilich auch die vom Gastgeber. Trotzdem weiß Gooßen nicht, wo sie alles unterbringen wollen, was sie sich wünschen. Unter anderem 100 Kilogramm Eis. Auch drei Massagebänke müssen es sein. Als D/A mitteilte, dass nur zwei vorhanden seien, kam eine sehr bestimmende Antwort zurück, erzählt Gooßen amüsiert.

Als D/A mit dem Aufbau der Zusatztribünen begann, mussten die schweren Fahrzeuge wegen der Straßenrestaurierung vorm Stadion auf Seitenstraßen ausweichen. Gooßen bekam einen Anruf von einer Anwohnerin. Ihr Zaun sei bei den Fahrten ziemlich in Mitleidenschaft gezogen worden. Das sei aber gar nicht so schlimm. Dann kam freilich die Frage, ob nicht noch zwei Bayern-Karten zu kriegen seien. Klar.

Bei solchen DFB-Pokalspielen darf D/A seine Trikotwerbung verkaufen. Das sind Zusatzeinnahmen, bei denen D/A auf seine regionalen Sponsoren weiter setzen kann. Und dann hatte Gooßen erst vergangene Woche einen Anruf – von Müllermilch. Das Unternehmen plant einen Werbespot, wo das D/A-Spiel gegen Bayern eingebunden werden soll. „Das sind so die vielen kleinen Geschichten rund ums Spiel“, so Gooßen.

Quelle: Stader Tageblatt