DFB-Pokalkracher im eigenen Wohnzimmer

DROCHTERSEN. Der Fußball-Regionalligist SV Drochtersen/Assel wird den Pokalkracher gegen den deutschen Rekordmeister FC Bayern München in der ersten Runde des DFB-Pokals im Kehdinger Stadion austragen. Wir beantworten hier die wichtigsten Fragen vorab.

(Letztes Update um 15.14 Uhr. Hinzugefügt wurden die Informationen zum Spiel)

Das hat der Deutsche Fußballbund (DFB) am Donnerstagvormittag bekanntgegeben. Die Partie zwischen D/A und den Bayern wird am Sonnabend, 18. August, um 15.30 Uhr angepfiffen.

„Der Jubel in Drochtersen ist groß“, sagt D/A-Präsident Rigo Gooßen. Der Verein freue sich, dass der DFB den Drochterser Wünschen entsprochen habe. Der Verband habe sich sicherlich gut daran erinnert, wie D/A vor zwei Jahren das Pokalspiel gegen Borussia Mönchengladbach über die Bühne gebracht hatte. Gooßen schaut auf „eine aufregende Zeit“ voraus. Er hofft auf viele freiwillige Helfer, die gemeinsam den „Blau-Roten Kraftakt“ wuppen. Das ist der aktuelle Stand der Organisation:

Das Kehdinger Stadion

Das Kehdinger Stadion wird, wie schon vor zwei Jahren gegen Borussia Mönchengladbach, mit Zusatztribünen versehen. Der Club hat die Tribünen bereits vorausschauend bestellt. D/A hofft, mindestens 7500 Fans im Kehdinger Stadion unterzubekommen. „Und vielleicht noch ein bisschen mehr“, sagt Gooßen.

Der erste Bayern-Kontakt

In den nächsten Tagen werden sich Vertreter der SV Drochtersen/Assel und des FC Bayern München darüber einigen, welches Eintrittskartenkontingent dem deutschen Rekordmeister für seine Fans zur Verfügung gestellt wird. Zum Vergleich: Borussia Mönchengladbach erhielt vor zwei Jahren für seine Anhänger die Stehtribüne mit 1920 Plätzen.

Die Tickets

D/A werde jetzt mit den Bayern die Eintrittspreise abstimmen, sagt Gooßen. Rund 50 Euro könnte ein Sitzplatz, 25 Euro ein Stehplatz kosten. Ein Sitzplatz für das Spiel gegen Gladbach kostete vor zwei Jahren 35 Euro. Bereits jetzt habe der Verein mehr Kartenanfragen, als Tickets zur Verfügung stehen werden. Es herrsche zudem eine große Nachfrage nach VIP-Karten. Der Vorverkauf der Tickets werde nicht vor dem 16. Juli starten, sagt der D/A-Präsident. Allerdings gingen nur „gewisse Kontingente“ in den freien Verkauf. Der Club werde Dauerkarteninhaber bevorzugen. Bis zum 10. Juli können Interessierte noch D/A-Dauerkarten erwerben. Gooßen: „Es ist uns bewusst, dass wir nicht alle Kartenwünsche erfüllen können.“

Die Sicherheit

Das Sicherheitskonzept des Gladbach-Spiels vor zwei Jahren könne D/A nahezu kopieren, sagt Gooßen. Der Verein mit seinem eigenen freiwilligen Ordnern werde sich jetzt mit der Polizei und dem Ordnungsdienst der Bayern abstimmen. „Gladbach war ein Fußballfest. Ich gehe davon aus, dass wir das wieder erleben“, sagt Gooßen.

Das Finanzielle

Was am Ende finanziell für D/A übrig bleibt, hängt von den Auflagen des DFB, den Kosten für die TV-Liveübertragung des Bezahlsenders Sky und den Kosten für die Zusatztribünen ab. Sky verlange für die Live-Übertragung mehr Kamerastellplätze, als D/A gegen Gladbach bereitstellte, die Stromversorgung werde aufwendiger, so Gooßen. Der D/A-Präsident geht heute aber davon aus, dass für den Verein mehr als 100 000 Euro übrig bleiben werden.

Die 1. Hauptrunde

64 Mannschaften duellieren sich in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokalwettbewerbs vom 17. bis zum 20. August. Dabei hat sich die ARD nach Informationen des DFB die Partie zwischen Zweitligist SpVgg Greuther Fürth und Bundesligist Borussia Dortmund als Free-TV-Livespiel ausgesucht, das am Montag, 20. August (ab 20.45 Uhr) ausgetragen wird. Sky zeigt alle Spiele live. Titelverteidiger Eintracht Frankfurt tritt zeitgleich mit D/A beim SSV Ulm an. Der West-Regionalligist SV Rödinghausen, der jetzt von Ex-D/A-Coach Enrico Maaßen trainiert und vom ehemaligen Drochterser Verteidiger Nikola Serra verstärkt wird, spielt seine Partie gegen den Zweitligisten Dynamo Dresden ebenfalls am Sonnabend um 15.30 Uhr. Die Drochterser Ligarivalen SSV Jeddeloh und SC Weiche Flensburg empfangen jeweils Sonntag ab 15.30 Uhr die Zweitligisten aus Heidenheim und Bochum.

Quelle: Stader Tageblatt