Stade spielt im Stile eines Titelfavoriten

DROCHTERSEN. Die einen kämpfen um den Aufstieg. Die anderen haben Abstiegssorgen. Der Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga, VfL Güldenstern Stade, hat sich am Mittwoch bei der SV Drochtersen/Assel III keine Blöße gegeben.

SV Drochtersen/Assel III – VfL Güldenstern Stade 1:4. Bereits in der achten Minute stellt der Stader Torschütze vom Dienst, Pascal Voigt, die Weichen auf Sieg für den Tabellenführer. Voigt erzielt für den VfL Güldenstern Stade das 100. Saisontor und schraubt sein persönliches Torekonto auf 26 Treffer hoch. Der Stürmer markiert in der 53. Minute zudem das zwischenzeitliche 3:0, vergibt im gesamten Spiel aber hochkarätige Chancen für zwei oder gar drei Spiele.

D/A III läuft in der ersten Halbzeit nur hinterher. Die Stader agieren griffig, zweikampfstark, laufstark und haben einen Plan. VfL-Trainer Martin König hatte in dieser Woche auf einem kleineren Spielfeld trainieren lassen, um seine Mannschaft auf die Enge des Drochterser Kunstrasenplatzes einzustellen. Die Stader Abwehrspieler schieben sich abgeklärt den Ball hin und her und warten geduldig auf die Chance, mit einem präzisen Pass ins Mittelfeld die ersten drei, vier Gegenspieler zu überspielen. Drochtersen gewährt den Stader Strategen im Mittelfeld zu viel Platz. Mit viel Tempo treiben sie den Ball nach vorne. D/A III hat kaum Zugriff.

Einen gebrauchten Tag erwischt der Drochterser Lennard von Dollen. Nach 26 Minuten springt ihm der Ball zwei Meter vor der eigenen Torlinie gegen die Hacke und trudelt über den Strich. Der Stader Frederik Klintworth gab die Vorlage für das unglückliche Eigentor, das den VfL Güldenstern Stade womöglich dem Aufstieg näher bringt. Spätestens das 3:0 von Pascal Voigt entscheidet kurz nach der Pause das einseitige Spiel. Der Kopfball zum 1:3 durch Lukas Hatecke gerät allenfalls zur Randnotiz. Das Tor fällt in einer Phase, in der der Meisterschaftsanwärter Tempo rausnimmt und im Spielaufbau lässig agiert. Luca Werth stellt in der 83. Minute den Drei-Tore-Vorsprung wieder her. Per Elfmeter lässt der D/A-Torwart Henrik Licht keine Chance. Der Unparteiische musste auf Strafstoß entscheiden, weil von Dollen im Stile eines Torwarts auf der Linie einen Schuss mit der Hand abwehrte. Die Rote Karte ist die zweite logische Konsequenz.

D/A-Trainer Dierk Kapke hofft auf die Landesligisten aus der Region. Bliebe es beim heutigen Stand, zählt die Bezirksliga wahrscheinlich drei Absteiger. Damit wäre D/A III gerettet. Dass der VfL Güldenstern Stade an diesem Mittwoch vor gut 180 Zuschauern eine Nummer zu groß ist, gesteht Kapke ein. „Der Sieg war hochverdient. Stade war dominant“, sagt er. Kapkes Trainerkollege Martin König sieht das ähnlich. „Drückend überlegen“ habe seine Mannschaft agiert. Dass nach seinem Geschmack aber zu wenig Tore gefallen sind, ärgert ihn nur kurz. Tore: 0:1 (8.) Voigt, 0:2 (26. ET) von Dollen, 0:3 (52.) Voigt, 1:3 (73.) Hatecke, 1:4 (83. HE) Werth

Quelle: Stader Tageblatt