Lüneburger SK fertigt D/A ab – Ioannou verletzt

LüNEBURG. Der Fußball-Regionalligist SV Drochtersen/Assel hat nach einem schwachen Auftritt mit 1:2 beim Lüneburger SK verloren. 630 Zuschauer sahen die durchwachsene Partie.

Die Partie beginnt mit einer Riesenchance für Drochtersens Sören Behrmann. Nach wenigen Sekunden taucht der D/A-Innenverteidiger knochenfrei vor LSK-Schlussmann Ole Springer auf, verzieht aber. Der Ball geht knapp rechts vorbei.

D/A steht in der Abwehr wacklig. Nico Mau klärt einen Ball in der sechsten Minute nicht konsequent. Die Gastgeber bedanken sich und gehen durch Ridel Varela Monteiro mit 1:0 in Führung.

In einem Zweikampf verletzt sich Oliver Ioannou nach 20 Minuten an der linken Schulter. Er hat Schmerzen und muss raus. Der Krankenwagen bringt Ioannou ins Krankenhaus. Ein Schock für D/A. Ab jetzt fehlt jede Spielkontrolle. Drochtersen bolzt nur noch und agiert hektisch. Nennenswerte Torchancen erspielen sich beide Mannschaften bis zur Halbzeit nicht mehr.

D/A ist harmlos wie selten

Nach dem Seitenwechsel passiert erstmal fünf Minuten gar nichts. Dann bestraft der LSK den zweiten Drochterser Abwehrfehler. Nach einem Missverständnis zwischen Mau und Marcel Andrijanic fällt das 2:0. Eudel Silva Monteiro bedankt sich. Bei seinem Schuss lässt er Philipp Kühn keine Chance. Zeitweise führt Lüneburg D/A jetzt vor, spielt schneller und spritziger und wirkt in den Zweikämpfen bissiger. D/A ist harmlos wie selten. Die Chance von Alexander Neumann kommt aus dem Nichts. Er trifft nach 54. Minuten nur den Pfosten.

D/A fällt in der Offensive nichts ein. Lange Bälle verschwinden im Nichts. Pässe in die Schnittstellen sind unpräzise. Die Mannschaft erwischt bis dahin einen gebrauchten Tag.

Mit dem ersten brauchbaren Angriff der zweiten Halbzeit gelingt Drochtersen der Anschlusstreffer. Der eingewechselte Marco Schuhmann schlägt in der 71. Minute eine präzise Flanke auf Sören Behrmann, der per Kopf das 1:2 markiert.

In der 80. Minute bringt D/A-Trainer Enrico Maaßen Erdogan Pini für die Schlussoffensive. Prompt kreiert Drochtersen eine Chance. Aber Neumann schießt über das Tor.

Lüneburg spielt clever die Zeit runter und lauert auf Konter. D/A kämpft und drückt nochmal aufs Gas. Vergeblich.

Die Stimmen zum Spiel

D/A-Trainer Enrico Maaßen: „Die beiden Tore fallen nach zwei individuellen Fehlern von Nico Mau. Das ist Arroganz. Ich habe kein Problem mit Niederlagen. Aber einige Spieler waren nicht konzentriert und hatten nicht die Einstellung, die man braucht.“

D/A-Präsident Rigo Gooßen: „Wir hatten kein Zugriff und erst in den letzten 20 Minuten den Druck, den wir von Anfang an machen wollten. Der LSK wollte den Sieg mehr. Ich bin froh, dass wir am Dienstag in Hildesheim gewonnen haben. Von wegen kein Abstiegskampf.“

D/A-Kapitän Sören Behrmann: „Ich muss das 1:0 machen. Bei den Gegentoren haben wir nicht konsequent genug verteidigt. Aber gefightet haben wir.“