D/A verliert gegen den Spitzenreiter

DROCHTERSEN. Der Fußball-Regionalligist SV Drochtersen/Assel hat am Sonnabend vor 555 Zuschauern gegen Tabellenführer Weiche Flensburg mit 0:2 verloren. Hätte D/A seine Möglichkeiten in der ersten Halbzeit genutzt, wäre die Partie womöglich spannender verlaufen.

D/A tritt viel offensiver auf, als in den vergangenen Wochen. Die Drochterser Stürmer Jasper Gooßen und Alexander Neumann setzen die Abwehrspieler aus Flensburg früh beim Spielaufbau unter Druck.  Folgerichtig kommt D/A in der vierten Minute zur ersten Chance. Neumann taucht plötzlich ganz frei vor Weiche-Torwart Florian Kirschke auf. Kirschke kann den Schuss mit dem Fuß zur Ecke klären.

Nur fünf Minuten später haben die Hausherren Glück. Torwart Philipp Kühn kann einen Flankenball nicht erreichen, Tim Wulff schießt aus Nahdistanz drüber. D/A agiert aggressiv, in den Zweikämpfen geht es zur Sache gegen den Aufstiegsaspiranten. Nach 20 Minuten drückt Flensburg D/A weit in die eigene Hälfte. Eine Reihe von Ecken bringen nichts ein.

Nach 29 Minuten unterläuft Flensburgs Jonas Walter ein dicker Patzer. Sein Rückpass auf Kirschke landet bei Neumann, der den Keeper aber erneut nicht überwinden kann. Eine Riesenchance.  Kurz vor der Halbzeit muss sich Kühn bei einem Schuss von Christian Jürgensen ganz lang machen. Jürgensen trifft den Ball aber nicht richtig.

Nach dem Wechsel übernimmt Weiche Flensburg das Kommando

Rene Guder scheitert aus spitzem Winkel an Kühn. Der D/A-Schlussmann macht ein gutes Spiel – bis zur 51. Minute. Nach einem Freistoß will er den Ball aus der Gefahrenzone fausten, ist aber zu spät dran. Jürgensen kann einköpfen zum 0:1. Die Gäste erspielen sich weitere hochkarätige Chancen. Das 2:0 für Flensburg erzielt Guder nach schöner Kombination auf der linken Seite nach 75 Minuten.

Erst in der Schlussphase kommt D/A nochmal vor das Gästetor. Aber Neumann und Pini haben mit ihren Aktionen kein Glück. Drei Minuten vor Ende köpft Matti Grahle an den Pfosten.

Stimmen zum Spiel

D/A-Trainer Enrico Maaßen sah seine Mannschaft „bis zum Gegentor aktiver und besser“ als den Gegner. „Flensburg war nur bei Standards gefährlich“, sagt der Coach. Nach dem 0:1 sei sein Team nicht mehr so stabil aufgetreten. Maaßen: „Mit dem 0:2 war der Drops gelutscht.“

„Wir haben sehr engagiert gespielt“, sagt D/A-Präsident Rigo Gooßen. Aber der Schiedsrichter habe Drochtersen benachteiligt. „In zehnfacher Form.“ Jetzt ginge es gegen Hildesheim (Dienstag) und Lüneburg (Donnerstag) um die Wurst.

D/A ist nicht frei von Abstiegssorgen. Der Vorsprung auf den viertletzten Platz beträgt nur noch fünf Punkte. Wenn Werder Bremen II absteigt und Flensburg als möglicher Meister in der Aufstiegsrelegation nicht Energie Cottbus besiegt, steigen vier Teams aus der Regionalliga Nord ab.

Quelle: Stader Tageblatt