D/A-Offensive gegen Braunschweig nicht auf Ballhöhe

BRAUNSCHWEIG. Der Fußball-Regionalligist SV Drochtersen/Assel hat am Sonnabend eine schwache Leistung abgeliefert und vor 140 Zuschauern bei der zweiten Mannschaft von Eintracht Braunschweig mit 0:1 verloren.
Nach acht Minuten Leerlauf sucht Drochtersens Nico Mau den ersten Abschluss. Sein Schuss aus 20 Metern geht rechts am Braunschweiger Tor vorbei.D/A bleibt bei der Taktik der vergangenen Wochen. Trainer Enrico Maaßen legt viel Wert auf die Defensive. Da versuchen Meikel Klee, Laurens Rogowski, Dimitri Fiks, Nikola Serra und Matti Grahle, die Eintracht-Stürmer in Schach zu halten. Davor stören Sven Zöpfgen, Marius Winkelmann und Nico Mau. Der Coach setzt in der Offensive auf Jasper Gooßen und Alexander Neumann. D/A agiert mit einer Mischung aus Zurückhaltung und überfallartigem Pressing.

Braunschweig nähert sich dem Drochterser Tor nach 22 Minuten erstmals richtig gefährlich. Der Schuss von Eric Veiga streift knapp am Tor vorbei. Fünf Minuten später hat Torwart Philipp Kühn bei einem Flatterball von Deniz Undav Probleme. Im Abwehrzentrum lässt D/A den Gastgebern zu viel Platz. Ein Schuss von Eros Dacaj wird im letzten Moment geblockt. Kurz vor der Halbzeit kommt die Eintracht über die rechte Seite. Kühn ist vor Undav zur Stelle.

D/A zählt nicht gerade zu den Tormaschinen der Liga. Und auch gegen die drittschwächste Defensive der Liga vermag es das Team nicht, im Angriff Akzente zu setzen. Maus Schuss bleibt bis zur Halbzeit die einzige erwähnenswerte Aktion. „Dem Team ist die Müdigkeit anzumerken“, sagt Enrico Maaßen. Die Griffigkeit habe gefehlt.

D/A läuft hinterher

Nach dem Seitenwechsel erleben die Zuschauer das gleiche Bild. D/A läuft Braunschweig hinterher. Die Eintracht kombiniert sich sicher durchs Mittelfeld und sucht den Weg zum Tor. Von D/A, das eine der schwächsten Saisonleistungen abliefert, kommt nichts. „Wir waren an diesem Tag einfach nicht gut“, sagt Maaßen. Braunschweig habe alle seine Top-Spieler im Kader gehabt, die D/A das Leben nicht gerade leichter machten.

Da ist die Braunschweiger Führung in der 53. Minute durch Ahmet Canbaz nur die logische Konsequenz. Canbaz trifft per Foulelfmeter. Verteidiger Meikel Klee soll Julius Biada im Strafraum gefällt haben. Die Gastgeber erspielen sich danach weitere Möglichkeiten, D/A fehlt die Kreativität. Die Einwechselungen von offensiver ausgerichteten Spielern wie Marco Schuhmann und Erdogan Pini verpuffen.

Ein paar Ecken, ein harmloser Flachschuss von Alexander Neumann, Gooßen, dessen Schuss geblockt wird – das ist die Schlussoffensive Drochtersens. Gooßen kann viel mehr aus seiner Chance machen, kreuzt aber nicht den Laufweg des Verteidigers, um sich eine bessere Schussbahn zu erarbeiten oder einen Elfmeter zu provozieren. Braunschweig kann das 2:0 erzielen in der 87. Minute. Aber Canbaz scheitert an Kühn.

„Wir brauchen eine deutliche Leistungssteigerung in den nächsten beiden Spielen“, sagt Enrico Maaßen. D/A trifft bereits am Mittwoch auswärts auf Hannover 96 II und am kommenden Sonnabend im Kehdinger Stadion auf Tabellenführer SC Weiche Flensburg. Gegen Hannovers Bundesligareserve wird Meikel Klee nach der fünften Gelben Karte fehlen. Nikola Serra steckt mitten in seinen Prüfungen und steht ebenfalls nicht im Kader.

Die Statistik

Tor: 1:0 (53., FE) Canbaz.

SV Drochtersen/Assel:Kühn – Klee, Rogowski, Fiks, Serra, Grahle (71. Schuhmann) – Zöpfgen (56. Ioannou), Winkelmann (60. Pini), Mau – Gooßen, Neumann.

Eintracht Braunschweig II: Reck – Mema, Dogan, Nkansah, Rettig – Dacaj – Biada (79. Fouley), Veiga, Canbaz (86. Adetula) – Popovic, Undav.

Schiedsrichter: Timo Daniel (Assistenten: Steffen Geismann und Alexander Thole)

Zuschauer: 140

Nächstes Spiel: Hannover 96 II – SV Drochtersen/Assel (Mittwoch, 25. April, 19 Uhr, 96 – Das Stadion).

Quelle Stader Tageblatt