Lars Uder beerbt Enrico Maaßen als D/A-Trainer

DROCHTERSEN. Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Lars Uder (36) heißt der neue Trainer beim Fußball-Regionalligisten SV Drochtersen/Assel. Die Personalie verkündete D/A-Präsident Rigo Gooßen nach dem Abpfiff des Heimspiels gegen den FC St. Pauli (1:1).

Lars Uder beerbt den amtierenden Cheftrainer Enrico Maaßen, der sich nach der Saison in Richtung Regionalliga West nach Rödinghausen verabschieden wird. Der 36-Jährige stammt aus dem Saarland und hat bis dato vor allem im Jugendbereich Erfahrung gesammelt. Der A-Lizenz-Inhaber trainierte junge Talente im Nachwuchsleistungszentrum der Eintracht in Trier und wechselte dann zum luxemburgischen Fußballverband.

Dort zeichnete er zunächst ein Jahr lang für die U 13-Nationalmannschaft verantwortlich, bevor er drei Jahre lang die U 15-Auswahl des Landes betreute. Sein letztes offizielles Spiel als Coach bestritt Uder vor zwei Jahren. Nach einiger Zeit Leerlauf übernahm er den Stützpunkttrainer-Posten in Köhlen. Außerdem kümmert sich der verheiratete Vater von zwei Kindern um die U 15-Auswahl Lüneburgs. D/A ist für Uder, der als Lehrer für Sport und Geschichte an einer Otterndorfer Realschule arbeitet, die erste hochklassige Trainerstation im Herrenfußball.

„Ich freue mich auf die Herausforderung“, sagt Uder. Er werde das Spiel der Drochterser in der kommenden Saison „nicht komplett umstellen“. Im Gegenteil: Seine Auffassung von Fußball sei mit der des D/A-Coaches Maaßen „relativ deckungsgleich“. „Warum sollte ich ein funktionierendes System umstellen. Mit dieser Spielweise fühlt sich das Team wohl“, sagt Uder.

Langfristige Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit zwischen Uder und D/A sei langfristig angelegt, sagt Vereinspräsident Rigo Gooßen, der sich sicher ist, dass der neue Mann an der Seitenlinie die Philosophie des Kehdinger Clubs fortsetzen wird. „Wir sind ein ehrenamtlich geprägter Dorfverein und damit sicherlich eine Ausnahme in der Regionalliga“, sagt Gooßen. Das müsse ein Trainer kennen und mögen. Zudem setze der Verein auf junge Talente aus der Region.

„D/A wird sich in Zukunft keine ganz fertigen Regionalligaspieler leisten können“, sagt Gooßen. Deshalb sei er froh, mit Uder einen Mann gefunden zu haben, der mit jungen Spielern umgehen und sie entwickeln könne. Uder hat die Trainerarbeit von der Pike auf gelernt. Als 16-Jähriger stieg er in das Geschäft ein. Seine eigene ernsthafte Karriere als Fußballer musste er im Alter von 25 Jahren aufgrund eines Wadenbeinbruchs beenden.

Uder und Gooßen hatten sich bereits vor Wochen geeinigt. An die Öffentlichkeit geht der Verein mit der Personalie erst jetzt, weil Uder berufliche Voraussetzungen schaffen musste. Die Otterndorfer Realschule und das Kultusministerium haben ihm eine Teil-Freistellung ermöglicht. Halbtags wird Uder weiterhin als Lehrer arbeiten.

In den vergangenen Wochen machte sich Uder ein Bild von der Mannschaft und beobachtete mehrere Spiele. Maaßen, Gooßen und er haben sich in Sachen Kaderplanung für die kommende Saison ausgetauscht. Das personelle Gerüst werde erhalten. Ab der kommenden Woche werde D/A die ersten Neuzugänge bekanntgeben, sagt Gooßen.

Quelle: Stader Tageblatt