D/A gewinnt mit freundlicher Unterstützung

REHDEN. Es läuft für den Fußball-Regionalligisten SV Drochtersen/Assel. Nach dem Finaleinzug im Niedersachsen-Pokal hat D/A Losglück gehabt und spielt das Finale im Kehdinger Stadion. Zurück im Liga-Alltag wurde in Rehden die Woche veredelt mit einem 1:0.

D/A-Trainer Enrico Maaßen nannte das wenig berauschende Fußballspiel „einen Sommerkick“, sprach aber mit Blick auf die Tabelle auch von einem typischen „Sechs-Punkte-Spiel“, der Sieg habe der SV Drochtersen/Assel sehr gut getan.

Gegen den BSV Schwarz-Weiß Rehden hatten sich die Drochterser in der Vergangenheit stets sehr schwer getan. D/A hatte es meistens mit hohem Pressing gegen den nicht so spielstarken Gegner versucht, und Rehden unterband dies mit langen Bällen. „Den Gefallen wollten wir Rehden nicht machen“, sagte Maaßen. Dieses Mal wählte der D/A-Trainer die defensive Ausrichtung, mit der D/A zuletzt erfolgreich war gegen die Favoriten Hamburger SV II und VfL Osnabrück. „Wir wollten erstmal tief stehen und abwarten, die Taktik ist voll aufgegangen“, sagte Maaßen. Dem Gastgeber ist spielerisch nichts eingefallen. Das Spiel war entsprechend wenig anschaulich. In der ersten Halbzeit gab es keine einzige Chance, Torraumszenen waren Mangelware.

Eigentor bringt die Entscheidung

Das änderte sich auch nicht großartig in der zweiten Halbzeit. D/A versuchte nun aber, mehr Akzente zu setzen. Gerade ab der 70. Minute, nachdem Rehden durch eine Gelb-Rote Karte dezimiert war. D/A hatte viele Ballbesitz. Dabei kamen aber nur zwei, drei Halbchancen heraus, sowie zwei, drei gefährliche Flanken, die aber keinen Abnehmer fanden.

Das Spiel wurde dann kurz vorm Abpfiff durch ein Eigentor entschieden. „Die Schlüsselszene“, so Maaßen. Denn der gerade erst eingewechselte Florian Nagel spielte in seiner ersten echten Aktion einen schönen Pass in die Tiefe, nachdem Alexander Neumann durchgestartet war. Maaßen lobte beides, den guten Laufweg und den Pass. Dann gab es ein Kommunikationsproblem zwischen Rehdens Torhüter, der herausgeeilt kam, und dem Innenverteidiger. Der wollte per Kopfball zurückspielen und überlupfte dabei seinen eigenen Torhüter. „Ich bin mir aber sicher, dass Neumann das Tor ebenso gemacht hätte“, sagte Maaßen. D/A habe zuletzt auch oft sehr schön und überlegen gespielt, sich dann aber nicht belohnen können. Deshalb kann Maaßen mit so einem unattraktiv herausgeholten Sieg sehr gut leben.

Englische Wochen hinterlassen ihre Spuren

Maaßen lobte zudem, dass alle seine Spieler funktionieren, wenn sie gebraucht werden. Er musste Matti Grahle wegen eines Magen-Darm-Infekts und Jasper Gooßen, der Adduktorenprobleme hat, ersetzen. Julian Stöhr, der in der Winterpause vom BSV Schwarz-Weiß Rehden zu D/A wechselte, spielte gegen seinen Ex-Club von Beginn an. „Man hat schon gemerkt, dass Julian sehr nervös war“, sagte Maaßen. Stöhr sei ein sehr junger Spieler, der Schritt für Schritt in die Mannschaft hereinwachsen müsse. Stöhr hat ordentlich gespielt, so Maaßen, die Auswechslung war rein taktisch geprägt. Mit Oliver Ioannou wollte er mehr Erfahrung auf links bringen und mit Erdogan Pini eine zweite Spitze.

Das kräftezehrende Spiel auf einem schlecht bespielbaren Rasen und bei der ungewohnten Hitze habe auch gezeigt, wie anstrengend die restliche Spielzeit für alle Regionalligisten wird. Die Englischen Wochen haben schon jetzt ihre Spuren hinterlassen, so Maaßen.

Die Statistik

Tor: 0:1 (89. ET) Canzian da Silva

Gelb-Rote Karte: Lokaj (71.)

BSV Rehden: Mandic, Mehanovic, Wessel, Canzian da Silva, Janowsky , Evers, Tomic (59. Sembolo), Neziri (81. Lohmann), Stojanovic (75. Pekrul), Behrens, Lokaj

SV Drochtersen/Assel: Kühn, Rogowski, Mau, Serra , Stöhr (46. Pini), Winkelmann, Fiks, Klee, Andrijanic (88. Nagel), Ioannou, Neumann (90. Brunsch)

Zuschauer: 310

Nächstes Spiel: D/A – St. Pauli II (Mittwoch, 11. April, 19 Uhr)

Quelle: Stader Tageblatt