D/A rennt an und schafft das späte 1:1

DROCHTERSEN. Die Regionalliga-Fußballer der SV Drochtersen/Assel mussten am Mittwochabend großen Aufwand betreiben, um gegen den SSV Jeddeloh mit einem 1:1 zumindest einen Punkt zu holen. Trainer Enrico Maaßen lobte das bemerkenswerte Engagement.

Zudem ist derweil offiziell, dass Maaßen nach der Saison zum SV Rödinghausen in die Regionalliga West wechselt. Der SV Rödinghausen, Regionalliga West, hat offiziell bestätigt, was das TAGEBLATT schon vergangene Woche berichtete: Enrico Maaßen wird dort zur kommenden Saison Trainer. Er hat einen Drei-Jahres-Vertrag. Maaßen bleibt sich trotz der offiziellen Bekanntmachung treu und will den Wechsel nicht kommentieren. Für ihn zählt bis zum Ende der Saison nur D/A und der größtmögliche Erfolg.

Der größtmögliche Erfolg war der SV Drochtersen/Assel am Mittwochabend nicht vergönnt. Der SSV Jeddeloh bewies im Kehdinger Stadion seine Effizienz, vor der Maaßen vor dem Spiel gewarnt hatte. In der 39. Minute benötigte der erfolgreiche Aufsteiger nach einem Ballgewinn drei schnelle Pässe mit direktem Zug zum Tor, dann stand Marcel Gottschling im D/A-Strafraum blank und drosch den Ball zum 0:1 unter die Latte. Vor diesem gefährlichen Umschaltspiel hatte Maaßen ebenso gewarnt. Es war das zweite Mal, dass Jeddeloh überhaupt einen Angriff zelebrierte. Zehn Minuten zuvor war es ein ähnliches Szenario, nachdem Oliver Ioannou einen leichten Ballverlust auf Höhe der Mittellinie erbettelt hatte. Den Jeddeloher Abschluss konnte Innenverteidiger Laurens Rogowski da aber noch per Kopf auf der Torlinie klären. Ansonsten stand der SSV Jeddeloh in der ersten Halbzeit schlicht kompakt um den eigenen Strafraum herum und hatte wenig Mühe, die Angriffsbemühungen der Drochterser zu unterbinden. Bei allem Aufwand war das Drochterser Spiel harmlos.

„Gefühlt hat D/A von der ersten Minute das Spiel bestimmt“

Auf die erste Halbzeit bezogen, war die Spielanalyse von SSV-Trainer Key Riebau sehr wohlwollend: „Gefühlt hat D/A von der ersten Minute das Spiel bestimmt“, sagte er, lobte aber auch die eigenen „Nadelstiche“ und das schön herausgespielte eigene Tor.

In der zweiten Halbzeit diktierte D/A dann tatsächlich das Spiel und dominierte dabei größtenteils. Der eingewechselte Jannes Elfers brachte Schwung und Gefahr. Die Drochterser setzten sich eine Viertelstunde in der gegnerischen Hälfte fest. Dabei erspielten sie sich gute Chancen. Elfers, Marius Winkelmann und Alexander Neumann, nach schöner Kombination über Winkelmann und Elfers, blieben aber glücklos. In der 66. Minute hatte Matti Grahle nach der dritten Ecke in Folge auch noch Pech bei seinem Lattentreffer per Kopfball.

Dann konnte sich der SSV Jeddeloh mal wieder etwas Luft verschaffen. Eine Ecke in der 73. Minute war letztlich die einzige erwähnenswerte Chance für die Gäste – und wurde zur Schrecksekunde für das munter kämpfende D/A: Denn der Eckball endete mit einem Torerfolg. Der Schiedsrichter entschied allerdings auf Behinderung des Torwarts und erkannte das Tor nicht an. Da hatte D/A das Glück des Tüchtigen.

Knapp zehn Minuten später belohnten sich die Tüchtigen. Und dass es der fleißige Elfers war, der den 1:1-Ausgleich mit feiner Technik und der nötigen Ruhe sowie Übersicht erzielte, ließ die Fans umso lauter jubeln. Das Drochterser Eigengewächs legte sich den Ball an der Strafraumgrenze und vor dem Jeddeloher Beinen-Gewühl zurecht und fand mit seinem flachen Schuss genau die Lücke in die lange Ecke.

Danach verpasste Neumann per Hacke die nun gerechte Führung. In der hitzigen Nachspielzeit scheiterte Nico Mau noch mit einem Gewaltschuss, der kurz vor der Torlinie von einem SSV-Spieler geblockt wurde.

D/A-Trainer Enrico Maaßen analysierte sodann die zwei Halbzeiten des Spiels gesondert. In der ersten Hälfte sei D/A „wahnsinnig bemüht gewesen, das Spiel in den Griff zu bekommen“. Und Jeddeloh habe einmal seine „große Stärke“ bewiesen. „In den zweiten 45 Minuten sind wir angerannt, haben unglaubliches Engagement gezeigt“, sagte Maaßen, „und hätten es von den Chancen her auch verdient gehabt, zu gewinnen.“ D/A-Präsident Rigo Gooßen lobte die ansteigende Form. Damit geht’s Sonntag zum schwächelnden Lüneburger SK.

Die Statistik

Tore: 0:1 (39.) Gottschling, 1:1 (82.) Elfers

D/A: Kühn, Klee, Rogowski, Mau, Serra, Grahle, Ioannou (79. Stöhr), Winkelmann, Andrijanic (46. Elfers), Pini (61. Fiks), Neumann

Zuschauer: 520

Nächstes Spiel: Lüneburger SK – D/A (So., 18. März, 14 Uhr)