Was an den Gerüchten um D/A-Stürmer Neumann dran ist

DROCHTERSEN. In einer Zeit, in der dem Regionalligisten SV Drochtersen/Assel das Siegen nicht leichtfällt, kann Trainer Enrico Maaßen Nebenkriegsschauplätze nicht gebrauchen. Hartnäckig halten sich die Gerüchte, dass Alexander Neumann den Verein verlässt.Neumann, der in der laufenden Saison in 16 Pflichtspielen bereits neun Tore erzielte und drei Treffer vorbereitet hat, wird aktuell mit dem ambitionierten Oberligisten Heeslinger SC in Verbindung gebracht. Sein sportliches Engagement in Heeslingen sei mit einem Arbeitsplatz verbunden. „Ich war selbst überrascht, als ich davon erfahren habe“, sagt Neumann. Er habe weder mit einer Firma, noch mit dem Heeslinger SC gesprochen. „Ich frage mich auch, wie solche Gerüchte entstehen“, erklärt der 28-Jährige.

Neumann ist in der Tat auf dem Sprung ins Berufsleben. Nach dem Ende seines Studiums absolviert er derzeit ein Praktikum bei einer Bremer Steuerberatung. Die Kanzlei werde ihn ab 1. März 2018 übernehmen, nachdem er seine Bachelor-Arbeit abgeschlossen hat. „Ich gehe davon aus, dass ich D/A erhalten bleibe“, sagt Neumann.

Ein Engagement in Kehdingen über die laufende Saison hinaus hängt von seinem Arbeitspensum in Bremen ab. Arbeitet er in Vollzeit, könnte es knapp werden, zumal der Familienvater auch das Familienleben nicht zu kurz kommen lassen möchte. „Wir sind gerade dabei, ein Gesamtpaket auszuarbeiten“, sagt Neumann. Sein kommender Arbeitgeber sei sehr flexibel. Eine Teilzeit-Anstellung sei vielleicht möglich, und damit auch das Kicken bei D/A.

Das Sportliche im Fokus

Neumann möchte sich auf das Sportliche konzentrieren, vor allem auf das schwierige Auswärtsspiel am Sonnabend ab 13.30 Uhr beim Tabellendritten SC Weiche Flensburg 08. D/A rangiert nach 13 Spieltagen auf Rang elf; drei Siege, drei Niederlagen und sieben Unentschieden stehen aktuell zu Buche. „Wir haben dort nichts zu verlieren“, sagt Neumann. Er erwartet kein schönes Spiel. „Erstmal ist das Verteidigen wichtig. Was dann in der Offensive geht, müssen wir sehen“, sagt Neumann. Zuletzt habe D/A die Konstanz gefehlt. „Wir starten gut und lassen stark nach“, sagt Neumann. Das sei eine Kopfsache, das liege nicht an der Qualität.

Trainer Enrico Maaßen muss am Sonnabend wahrscheinlich noch auf Mittelfeldspieler Florian Nagel verzichten, der am Donnerstag wieder ins Lauftraining eingestiegen ist. Schwer wiegt der Ausfall auf unbestimmte Zeit von Matti Grahle. Der 24-Jährige, der zuletzt erfolgreich als Sechser im Mittelfeld agierte, muss mit dem Verdacht auf Pfeiffersches Drüsenfieber passen. Die Robustheit und die spielerische Intelligenz Grahles werde D/A fehlen, sagt Maaßen. Abwehrchef Nico Mau rückt nach seiner abgesessenen Gelbsperre wieder in den Kader. Dimitri Fiks hatte Mau am vergangenen Spieltag gegen Braunschweig vertreten und seine Aufgabe dabei gut gelöst. „Dima hat in den vergangenen anderthalb Jahren eine sehr gute Entwicklung hinter sich“, sagt Maaßen.

Der Drochterser Trainer sah Flensburg vor der Saison als Top-Favoriten auf die Meisterschaft. Das Spiel des Tabellendritten sei geprägt von starken Standards und einem guten Umschaltspiel. „Taktisch ist Flensburg das Variabelste, was es in der Liga gibt“, sagt Maaßen.

Womöglich spielt den Drochtersern die Tatsache in die Karten, dass Flensburg bereits am Dienstag erneut spielen muss und dabei die einmalige Gelegenheit hat, einen großen Schritt in Richtung Landespokal-Sieg zu machen. Gegen den Oberligisten SV Todesfelde muss der Regionalligist im Halbfinale ran. Gewinnt Flensburg, wartet im Finale der zwei Klassen tiefer spielende Landesligist Husumer SV. Enrico Maaßen vermutet allerdings, dass Flensburg dennoch fokussiert ist.

Quelle: Stader Tageblatt