Regionalliga: D/A will weiter am Glück arbeiten

DROCHTERSEN. Am Freitagabend (19.30 Uhr) kann die SV Drochtersen/Assel im Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig II zeigen, dass der Sieg gegen Altona 93 keine Eintagsfliege war. Die Favoritenrolle schiebt der Trainer dem Gegner zu.

Sieben Spiele ohne Sieg, das gab’s in Drochtersen unter Enrico Maaßen erst einmal. In der vergangenen Saison blieb D/A zwischen dem 20. und 27. Spieltag sogar acht Spiele ohne Dreier. Damals holten die Kehdinger nur drei Punkte aus acht Spielen. Gegen Oldenburg platzte damals der Knoten, es folgten fünf Siege in Serie. Ein gutes Omen für das Spiel gegen Braunschweig? Nach dem Sieg gegen Altona sprach Enrico Maaßen zumindest von einem „Brustlöser“. Eine Aussage, die er fünf Tage später nicht überbewerten will.

„Der Sieg war wichtig, aber wir haben vorher nicht schlecht gespielt“, sagt der Trainer. Nur gegen Rehden vor zwei Wochen habe sein Team nicht überzeugen können. Von einer Krise wollte Maaßen vor Altona nicht sprechen und betont das auch vor dem Spiel gegen Braunschweig. Er verweist auf die Gegner, gegen die es Niederlagen gab: „Der HSV und Hannover II sind Mannschaften, gegen die man verlieren kann.“ Der 33-Jährige ist sich sicher, es fehlt nicht viel, um wieder häufiger als Sieger den Platz zu verlassen. „Es sind Kleinigkeiten, die uns die Punkte gekostet haben.“

Keine Panik bei Drochtersen

An diesen Kleinigkeiten haben Maaßen und sein Team in dieser Woche nach dem 3:1 gegen Altona mit der Mannschaft gearbeitet. Genauso wie in den Wochen zuvor, sagt er und will damit klar hervorheben: Sein Team funktioniert. Panisch sei bei den Drochtersern niemand geworden. Auch nach dem Sieg gegen die Hamburger werde niemand abheben, ist Maaßen sicher. „Die Stimmung ist gut, aber wir wissen, dass wir uns das Glück weiter erarbeiten müssen.“

Das Glück wiederfinden, will auch der Gegner. Am vergangenen Wochenende gingen die Braunschweiger verdient mit 0:3 gegen den starken Aufsteiger aus Jeddeloh baden. Zuvor war die Eintracht stark unterwegs gewesen, holte sieben Punkte aus drei Spielen. Gegen Jeddeloh war es dann vorbei mit der Braunschweiger Herrlichkeit.

Enrico Maaßen erwartet trotzdem ein schweres Spiel. Tatsächlich hat die Eintracht ihre Punkte in dieser Saison vornehmlich gegen die Teams der unteren Tabellenhälfte geholt. Es scheint, als könne Braunschweig Abstiegskampf. „Sie spielen für ihre Verhältnisse eine gute Saison“, sagt Maaßen. Zudem seien die Braunschweiger eine Wundertüte. „Bei den U-Mannschaften weiß man nie ganz genau, wer aufläuft“, so Maaßen. Als Ausrede will der Drochterser Coach das nicht verstanden wissen, die Favoritenrolle läge dennoch klar bei der Eintracht. Trotzdem: „Es ist unser letztes Flutlichtspiel in diesem Jahr, wir wollen punkten“, sagt Maaßen und gibt damit deutlich zu verstehen, dass die Trauben im Kehdinger Stadion hoch hängen sollen.

Zwei Punkte trennen die beiden Teams

Ein Sechs-Punkte-Spiel wie zuletzt gegen Altona sei das Duell mit Braunschweig jedoch nicht. „Dass wir Altona auf Distanz halten konnten, war wichtig“, sagt Maaßen. Gegen die Eintracht sei die Situation nicht ganz so brenzlig. Zwei Punkte trennen die beiden Teams, die sich in der Vergangenheit enge Partien geliefert haben. In der vergangenen Saison gab es zweimal knappe Siege für die Eintracht, im Jahr davor, konnte D/A vier Punkte holen. Auffällig: Kein Spiel endete mit mehr als einem Tor Unterschied. Enrico Maaßen hofft auf das Gesetz der Serie: „Eigentlich wären wir wieder dran mit einem Sieg.“

Verzichten muss der Trainer der Drochterser bei diesem Vorhaben voraussichtlich auf drei Stammspieler. Zu dem ohnehin verletzten Florian Nagel gesellt sich Linksaußen Jannes Elfers. Ein lädierter Knöchel aus dem Spiel gegen Altona macht dem 22-Jährigen zu schaffen. Großen Optimismus versprüht sein Trainer nicht: „Es wird ganz eng.“ Schwer dürfte die Drochterser auch die Sperre von Kraftwürfel Nico Mau treffen. Der Defensivspezialist sah gegen Altona seine fünfte Gelbe Karte.

Drei „echte Säulen“, die Enrico Maaßen fehlen, und trotzdem ist dem Trainer nicht bange: „Ich habe eine gute Mannschaft und vollstes Vertrauen in die, die jetzt nachrücken müssen.“ Mit einem Sieg könnte Drochtersen sich weiter Luft zum Tabellenkeller verschaffen.

Quelle: Stader Tageblatt