D/A: Gute Trainerbilanz – selbstkritische Abwehr

DROCHTERSEN. Zum 102. Mal steht der Trainer des Fußball-Regionalligisten SV Drochtersen/Assel, Enrico Maaßen, am Sonnabend in einem Ligaspiel an der Seitenlinie. Auswärtsgegner ist ab 15 Uhr Aufsteiger Eutin 08. Und Maaßen will seine gute Bilanz behalten.

In bislang 101 Ligaspielen fuhr Maaßen mit der Spielvereinigung 53 Siege ein. D/A spielte mit ihm als Chef 25 Mal Unentschieden und verlor 23 Begegnungen. Der Coach holte seit der Oberligasaison 2014/2015 im Schnitt 1,82 Punkte pro Partie. Drei weitere Zähler sollen bei Aufsteiger Eutin 08 am Sonnabend dazukommen. D/A bliebe auf Tuchfühlung mit der Spitzengruppe der Liga.

Maaßen studierte die 1:4-Auswärtsniederlage der Eutiner in Jeddeloh und den 4:0-Heimsieg zuvor gegen Hildesheim per Video. Zum Saisonauftakt verlor Eutin mit 1:3 gegen den 1. FC Germania Egestorf/Langreder. Auf dem Papier ist die bislang ungeschlagene SV D/A klarer Favorit. Aber Maaßen wäre nicht Maaßen, wenn er seine Spieler nicht auf die Heimstärke des Aufsteigers aufmerksam machen würde. Eutin spiele sehr organisiert, sei stark im Umkehrspiel in der Offensive und gefährlich bei Standardsituationen.

Der Drochterser Trainer muss sein Mittelfeld im Vergleich zum Pokalspiel in Spelle erneut umstellen. Oliver Ioannou droht nach einem Muskelfaserriss bis zu vier Wochen lang auszufallen. Die Verletzung holte sich der Stratege Anfang der Woche im Training, spielte gegen Spelle aber trotzdem, weil er sie als halb so schlimm einschätzte. Erdogan Pini wird in Eutin nach einer Zerrung im Oberschenkel noch geschont. „Besser ich warte noch ein paar Tage, als dann wochenlang auszufallen“, sagt Pini. Was bei Mittelfeldmann Sven Sören Zöpfgen als Pferdekuss begann, hat sich nun als Muskelbündelriss herausgestellt. Der robuste Sechser fehlt den Kehdingern noch mindestens sechs Wochen.

Mit nunmehr fünf Punkten aus drei Ligaspielen liegt Maaßen im Trend seiner Drei-Jahres-Bilanz. Eines der Drochterser Saisonziele ist augenscheinlich schon erreicht. „Wir wollen besser werden“, sagt Maaßen. Die Balance zwischen überfallartigem Pressing und abwartender Spielweise sei da. Zudem spiele seine Mannschaft effizienter als in den Saisons zuvor. „In den letzten Jahren hat uns die Vollstrecker-Qualität gefehlt“, sagt Maaßen. Drochtersen hat seit dem Start der Vorbereitung noch kein Test- oder Pflichtspiel verloren.

Trotz der rosigen Zahlen geht vor allem die Drochterser Defensivabteilung selbstkritisch mit sich ins Gericht. Innenverteidiger Nikola Serra passt es eben überhaupt nicht, dass D/A in den drei Ligaspielen bereits fünf Gegentreffer kassiert hat. „Da agieren wir noch zu passiv“, sagt der 22-Jährige im Interview bei TAGEBLATT-TV. Zumal deshalb ein zweites Saisonziel in Gefahr gerät. D/A will wieder die beste Abwehr der Regionalliga Nord stellen. Das kann eng werden. Denn wenn die Mannschaft den aktuellen Kurs beibehält, stehen am Ende 57 Gegentore in der Statistik, statt der 33 wie in der vergangenen Spielzeit. „Wir haben in der Abwehr einfache Fehler gemacht. Die können wir definitiv verhindern“, sagt Serra, der bei D/A zu einer festen Größe in der Innenverteidigung herangewachsen ist.

So geht es weiter im Landespokal

Im November werden die Halbfinalpaarungen des Fußball-Landespokals ausgelost. Folgende Teams sind nach ihren Erfolgen im Viertelfinale noch im Rennen: Arminia Hannover (Oberliga) – VfV Borussia 06 Hildesheim (Regionalliga) 4:3 n. E. (0:0); SC Spelle-Venhaus (Oberliga) – SV Drochtersen/Assel (Regionalliga) 1:5; SSV Jeddeloh – 1. FC G. Egestorf/Langreder (beide Regionalliga) 5:2 n. E. (2:2, 1:0). Der vierte Halbfinalist wird erst am Dienstag, 3. Oktober, ab 16 Uhr ermittelt. Oberligist SVG Göttingen 07 trifft auf den Drittligisten VfL Osnabrück.

Die weiteren Termine: Ostern 2018 (Halbfinale), Pfingsten 2018 (Endspiel).

Die Endspielteilnehmer sind automatisch für die erste Runde des DFB-Pokals 2018/2019 qualifiziert.