Die Torwartfrage: Trapp oder Kühn?

DROCHTERSEN. Der Trainer des Fußball-Regionalligisten SV Drochtersen/Assel, Enrico Maaßen, steht vor einer schwierigen Entscheidung. Welchen Torwart beordert er am Freitag ab 19.30 Uhr im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg II aufs Feld? Jannis Trapp oder Philipp Kühn.Was in Maaßens Kopf vorgeht, können Außenstehende nicht einmal erahnen. Stellt er Trapp zwischen die Pfosten, der nach dem Kreuzbandriss von Stammtorwart Patrick Siefkes nachgerückt ist und seine Sache in Abwesenheit der Nummer eins gut gemacht hat, der D/A gegen Heeslingen im Pokalspiel im Elfmeterschießen rettete und Siefkes in Jeddeloh und gegen den VfB Lübeck solide vertrat? Oder setzt Maaßen auf Philipp Kühn, den Neuzugang, der Viktoria Köln in der vergangenen Saison mit zur Meisterschaft in der Regionalliga West führte und bislang ausschließlich als Vollprofi unterwegs war und schon deshalb in den meisten Regionalligaclubs fast schon automatisch die Nummer eins wäre? Maaßen lässt sich nicht in die Karten schauen. „Am Ende ist wichtig, was Erfolg bringt“, sagt er. Auch Maaßen ist erst nach dem Spiel gegen Wolfsburg schlauer.

Wolfsburger spielen robust und bisher siegreich

Der VfL kommt mit der Empfehlung zweier Auftaktsiege ins Kehdinger Stadion. Allein die Tatsache, dass der VfL Wolfsburg in Drochtersen spiele, sei für ihn, Maaßen, immer noch etwas besonderes. Die Bundesligareserve verfüge über eine enorme Geschwindigkeit und spiele sehr variabel. Längst agieren in der Talentschmiede nicht mehr nur die technisch versierten Kicker, die der Traum vom Profifußball eint. Die Wolfsburger haben in den ersten beiden Spielen gegen Hildesheim (2:0) und Germania Egestorf/Langreder (4:3) gezeigt, dass sie auch robust zu Werke gehen können. Fünf Gelbe Karten in zwei Partien belegen das. Nur Aufsteiger SSV Jeddeloh (7) hat mehr kassiert.

D/A erhielt viel Lob kurz nach dem 3:2-Sieg gegen den Meisterschaftsfavoriten VfB Lübeck. „Wir dürfen das Spiel gegen Wolfsburg nicht zu lasch angehen und uns damit den guten Start kaputt machen“, sagt Enrico Maaßen. Vier Punkte nach zwei Spielen zum Auftakt hatten die Kehdinger seit ihrer Regionalligazugehörigkeit noch nie auf ihrem Konto.

Torwartfrage ungeklärt

Die einzige ungeklärte Personalie bei D/A ist die Torwartfrage. Stürmer Jasper Gooßen benötigt nach seiner Achillessehnenverletzung mindestens noch eine Woche, um den Anschluss zu finden. Die muskulären Probleme von Sven Sören Zöpfgen sind noch nicht final untersucht. Ansonsten kann Maaßen aus dem Vollen schöpfen.

Quelle: Stader Tageblatt