D/A holt Torwart Philipp Kühn von Viktoria Köln

DROCHTERSEN. Der Fußball-Regionalligist SV Drochtersen/Assel hat einen neuen Torwart verpflichtet. Der 24-jährige Philipp Kühn kommt von Viktoria Köln. Der 1,90 Meter große Schlussmann hat bei D/A einen Einjahresvertrag unterschrieben.

In der Vita von Philipp Kühn stehen ein Einsatz in der zweiten Liga, 17 Spiele in der dritten Liga, 89 Einsätze in der Regionalliga West und 20 Spiele in der A-Junioren-Bundesliga. Bei Viktoria Köln in der Weststaffel der Regionalliga erhielt der 24-Jährige in diesem Sommer keinen Vertrag mehr. Von der U 19-Mannschaft von RW Ahlen wechselte Kühn in die Erste des Vereins, er stand danach beim Zweitligisten SV Sandhausen unter Vertrag, beim Regionalligisten RW Oberhausen und schließlich in Köln.

Die SV Drochtersen/Assel musste auf dem Transfermarkt nachlegen, weil sich Stammtorwart Patrick Siefkes beim Saisonauftakt in Jeddeloh vor eineinhalb Wochen das Kreuzband gerissen hatte. Siefkes wird am 16. August von einem Spezialisten in Hamburg operiert. „Jetzt haben wir mit Philipp Kühn und Jannis Trapp die Position wieder doppelt gut besetzt“, sagt D/A-Trainer Enrico Maaßen. Wer von den beiden am Freitagabend ab 19.30 Uhr beim Spiel gegen den VfL Wolfsburg II zwischen den Pfosten stehen wird, steht heute noch nicht fest. Während der Trainingseinheiten in dieser Woche werde sich Maaßen in Absprache mit seinem Torwarttrainer Christoffer Schellin entscheiden. „Jannis Trapp hat das zuletzt gut gemacht. Ich habe bei beiden Torhütern ein gutes Gefühl“, sagt Enrico Maaßen.

Kühn mit großer Erfahrung

Der D/A-Trainer schätzt an seinem Neuzugang vor allem dessen „immense Erfahrung“. Kühn habe eine tolle Ausstrahlung und eine tolle Vita, sagt Maaßen. In 33 seiner 89 Regionalligaspiele hielt Kühn sein Tor sauber. In der vergangenen Saison gewann er mit Viktoria Köln die Meisterschaft und scheiterte in den Aufstiegsspielen zur dritten Liga an Carl Zeiss Jena. Das Hinspiel mit ihm als Nummer eins ging 2:3 verloren. Beim 0:1 im Rückspiel war Kühn nicht im Kader.

Nach der schweren Verletzung von Patrick Siefkes gingen Christoffer Schellin und Enrico Maaßen alle Regionalligamannschaften Deutschlands durch auf der Suche nach Ersatz. Sechs Namen haben sich die beiden aufgeschrieben und kontaktiert. Zwei sind übrig geblieben. Schellin studierte eine Menge Videomaterial von Kühn und dem zweiten Kandidaten. „Schellis Auge war der entscheidende Faktor“, sagt Maaßen, der sich zwar sehr gut mit Fußball auskenne, aber nicht shttps://www.tageblatt.de/sport/drochtersen-assel.htmlo sehr mit Torhütern im Speziellen.

Kühn sagt, er habe gute Gespräche mit Maaßen und Schellin geführt. „D/A hat sich um mich bemüht“, erklärt der Neuzugang, der erstmals im Norden unter Vertrag steht und Montag in Drochtersen ankam. D/A, sagt er, habe in der vergangenen Saison die beste Abwehr gestellt. Dafür, dass das so bleibt, wolle er alles tun. Nach dem Ende in Köln hielt er sich beim Training mit seinem Vater fit – einem Torwarttrainer.

Quelle: Stader Tageblatt