Die D/A-Saison in Zahlen

FLENSBURG. Mit einer 0:1-Niederlage beim Tabellenzweiten ETSV Weiche Flensburg haben sich die Fußballer der SV Drochtersen/Assel in die Sommerpause der Regionalliga Nord verabschiedet. Das TAGEBLATT präsentiert die wichtigsten Zahlen zum Saisonverlauf.

Das Spiel in Flensburg: Stunden nach dem Spiel hadert D/A-Trainer Enrico Maaßen noch immer mit der Leistung des Schiedsrichters Philipp Roedig. In Halbzeit eins attackierte Flensburgs Torwart Florian Kirschke D/A-Stürmer Alexander Neumann im Strafraum. Der Elfmeter-Pfiff blieb aus. In der 88. Minute sprang ein Abwehrspieler der Gastgeber D/A-Innenverteidiger Nikola Serra mit Anlauf in den Rücken. Auch im Strafraum. „Ein krasses Foul“, sagt Maaßen. Wieder kein Pfiff. „Schade, dass in einem so unbedeutend Spiel der Schiedsrichter so extrem auffällt“, sagt der Drochterser Trainer. In gleichem Maße suchte Maaßen die Schuld für die Niederlage bei D/A selbst. Die Drochterser haben in der 50. Minute einen Eckball nicht gut verteidigt. Tim Wulff erzielte dabei das Tor des Tages für Flensburg. Zudem hatten die Kehdinger zwei hundertprozentige Chancen. In der ersten Halbzeit verzog Jasper Gooßen nach Vorbereitung von Marius Winkelmann und Oliver Ioannou zentral vor dem Tor. In der zweiten Halbzeit verpassten Neumann und Gooßen nach einem starken Querpass von Marcel Brunsch.

Die Saisonbilanz des Trainers: D/A knackte am 30. Spieltag beim Tabellenletzten SV Eichede mit einem 2:1-Erfolg die vor der Saison anvisierte 40-Punkte-Marke. Damit hakten die Drochterser das primäre Ziel der Saison, den Klassenerhalt, ab. „Wir haben in unserer zweiten Regionalligasaison einen einstelligen Tabellenplatz erreicht“, sagt Maaßen. Gemessen an den Drochterser Strukturen sei das richtig gut. Maaßen: „Unsere Leistung war ansehnlich.“

Eine Saison der verpassten Chancen: In den ersten Spielen der Saison schwächelte D/A ausgerechnet gegen Mannschaften, die in der Endabrechnung im Tabellenkeller landeten. Gegen Rehden, Hildesheim und den FC St. Pauli II verschenkten die Kehdinger im eigenen Stadion viele Punkte. Gegen Aufsteiger Germania Egestorf kam D/A in Drochtersen nicht über ein Unentschieden hinaus. In die Geschichte eingehen wird die denkwürdige Heimniederlage gegen den VfB Lübeck, als D/A in der 80. Minute 2:0 führte und dann drei Rumpeltore kassierte. In die Kategorie bitter fällt die Niederlage gegen Lüneburg im Rückspiel, weil der LSK mit einem Sonntagsschuss das Spiel für sich entschied.

In eigenem Stadion in Torlaune: In 17 Heimspielen holte D/A 27 Punkte und schoss im Schnitt knapp zwei Tore. Vor allem in der zweiten Saisonhälfte präsentierten sich die Kehdinger dabei in Torlaune. Zu Fußballfesten avancierten das 4:0 gegen die Zweite des HSV und das 4:1 gegen die Reserve von Hannover 96. Auf fremden Plätzen war D/A in dieser Saison nicht so treffsicher. 14 Tore in 17 Spielen stehen zu Buche.

Die Drochterser Defensive ist eine Bank: Mit nur 33 Gegentreffern in 34 Spielen stellt die SV Drochtersen/Assel die beste Abwehr der gesamten Liga. Gebetsmühlenartig erklären die Trainer der Konkurrenz, wie schwer es sei, diese Defensive zu knacken, wie unangenehm die Drochterser Spielweise sei. In der Vorsaison kassierte D/A, am Ende Tabellenvierter, nur 31 Tore. Damals waren nur die Top 3 der Saison besser.

Die D/A-Spieler und ihre Werte: Stürmer Alexander Neumann ist mit 13 Treffern bester Drochterser Torschütze. Meppens Benjamin Girth führt die Ligastatistik mit 20 Toren an. Florian Nagel legte im offensiven Mittelfeld eine gute Saisonleistung hin. Der 25-Jährige kommt auf neun Tore und sieben Vorlagen. Bester Drochterser Torvorbereiter ist Mittelfeldspieler Oliver Ioannou mit acht Vorlagen. Ioannou führt mannschaftsintern die Liste der meisten Einsätze an. Er verpasste nur ein Spiel. Die meisten Gelben Karten (9) kassierte Linksaußen Jannes Elfers. D/A spielte alle Begegnungen in voller Besetzung zu Ende. Glatt Rot sah Jasper Gooßen für eine Tätlichkeit bei einem Einsatz mit der zweiten Mannschaft in der Landesliga.

Die Zuschauerbilanz: Im Schnitt besuchten 830 Zuschauer die Heimspiele der SV D/A, das sind 179 weniger als im Vorjahr. Mit 1452 Fans den Saisonrekord stellte der Verein bei der Begegnung gegen den HSV II auf. Zum Pokalspiel gegen Borussia Mönchengladbach kamen 7154 Fans. Auf den Spitzenwert in der Liga kommt Meister SV Meppen. 2632 Zuschauer pilgerten im Schnitt in die Hänsch-Arena. Schlusslicht ist Eintracht Braunschweig II mit gerade mal 252 Leuten.

So geht es weiter: D/A feiert den Saisonabschluss drei Tage lang auf Mallorca. Nach fünf Wochen Pause startet am 23. Juni die Vorbereitung. Beim Trainingslager in Dänemark definiert die Mannschaft die Ziele für die nächste Saison. „2017/18 wollen wir noch ein bisschen besser werden“, sagt Trainer Enrico Maaßen.

Die Statistik

Tor: 1:0 (50.) Wulff.

SV Drochtersen/Assel: Siefkes, Rogowski, Serra, Grahle, Mau, Elfers, Ioannou, Winkelmann (59. Brunsch), Fiks (79. Gierke), Gooßen (82. Kühn), Neumann.

Schiedsrichter: Philipp Roedig (Altona 93), Assistenten: Marco Kulawiak (Teutonia 10), Dennis Voß (TuS Dassendorf)

Zuschauer: 447

Quelle: Stader Tageblatt