D/A gibt sich in Wolfsburg in Feierlaune

WOLFSBURG. Der Fußball-Regionalligist SV Drochtersen/Assel hat bei Lupo Martin Wolfsburg 3:0 gewonnen. Der Sieg gehört in die Kategorie überzeugend. D/A festigte mit dem Erfolg den siebenten Tabellenplatz. Der Trainer ist sehr erfreut.

Neumanns Führungstreffer fiel kurz vor der Halbzeit. Nach einer starken Kombination über Nikola Serra, Jasper Gooßen und Florian Nagel vollstreckte Neumann eiskalt. In seiner typischen Manier markierte der Kehdinger Stürmer dann in der 76. Minute das 2:0. Er ließ zwei Gegner aussteigen und überwand souverän Wolfburgs Torwart Marius Sauss. Neumann hätte nur eine Minute später seinen dritten Treffer erzielen können, schoss aber knapp am Tor vorbei. Der 27-Jährige ist mit 13 Saisontoren bester Drochterser Schütze. Jasper Gooßen erzielte in Wolfsburg sein drittes Tor in dieser Spielzeit.

D/A-Trainer Enrico Maaßen musste vor allem in der Defensive umstellen im Vergleich zum Spiel gegen den VfB Lübeck am vergangenen Dienstag. Für den verletzten Innenverteidiger Laurens Rogowski rückte Matti Grahle in die Defensive. Den angeschlagenen rechten Außenverteidiger Meikel Klee ersetzte Oliver Ioannou. Sonst im defensiven Mittelfeld zu Hause zeigte er gegen Wolfsburg eine gute Leistung. Im Mittelfeld agierten Sven Sören Zöpfgen und Marius Winkelmann, davor sorgten Alexander Neumann und Florian Nagel für die kreativen Momente. In vorderste Front baute Maaßen auf die Zweikampfstärke von Jasper Gooßen.

Die Taktik fruchtete. Die 2:3-Heimniederlage gegen Lübeck hatten die Kehdinger aus ihren Köpfen gestrichen. „Wir haben das Spiel sachlich analysiert“, sagt Maaßen, der allerdings nur die ersten 80 Minuten gegen den VfB als Maßstab nahm. Nach der 2:0-Führung kassierte D/A am vergangenen Dienstag drei Treffer, die die Beschreibung Rumpeltore durchaus verdienten.

Gegen Lupo Martini Wolfsburg, das noch verzweifelt um den Klassenerhalt spielte, agierte D/A von Anfang an taktisch diszipliniert und mit gewohnter Präsenz auf dem Platz. Die Drochterser ließen in 90 Minuten nur eine nennenswerte Chance der Gastgeber zu, die Torwart Patrick Siefkes gekonnt zunichte machte. Lediglich die Ballsicherheit fehlte in einer hektischen Phase am Anfang der ersten Halbzeit. Im Verlauf des Spiels übernahm D/A mehr und mehr die Kontrolle.

Für die verbleibenden drei Saisonspiele hat sich die SV Drochtersen/Assel Ziele gesetzt. Zum einen will sie den siebten Tabellenplatz mindestens halten. „Im zweiten Jahr Regionalliga wäre das ein sensationelles Ergebnis“, sagt Enrico Maaßen. Mit nur 29 Gegentoren in 31 Spielen bleibt D/A die Mannschaft mit der besten Defensive der Liga. Das soll bis zum Schluss so bleiben.

Bereits am Mittwoch geht es für D/A mit einem Nachholspiel beim abstiegsbedrohten Lüneburger SK Hansa weiter. Um 19 Uhr ist Anpfiff der brisanten Partie. Im Hinspiel setzte sich D/A mit 2:0 durch. Die Lüneburger Spieler waren allerdings geschwächt durch eine Lebensmittelvergiftung. Der LSK muss punkten. Schließlich könnte sich die Anzahl der Absteiger aus der Regionalliga auf vier erhöhen, wenn der SV Werder Bremen II aus der 3. Liga absteigt und der SV Meppen als Spitzenreiter der Regionalliga Nord die Relegation nicht gewinnt.

Die Statistik

Tore: 0:1 (45.) Neumann, 0:2 (76.) Neumann, 0:3 (89.) Gooßen.

SV D/A: Siefkes, Mau, Grahle, Serra, Ioannou (86. Fiks), Elfers, Winkelmann, Zöpfgen, Nagel (9. Brunsch), Neumann, Gooßen (89. Balat).

Zuschauer: 180

Nächstes Spiel: Lüneburger SK Hansa – D/A (Mi., 10. Mai, 19 Uhr).

Quelle: Stader Tageblatt