D/A beantragt Lizenz – Löwen geben auf

DROCHTERSEN. Der Fußball-Regionalligist SV Drochtersen/Assel hat fristgerecht seinen Lizenzantrag für die Regionalligasaison 2017/2018 eingereicht. Die Verletzung von Jasper Gooßen ist nur halb so wild.

Die Prüfungskommissionen des Norddeutschen und des Niedersächsischen Fußballverbandes entscheiden im Mai über die Lizenzen für die Vereine. Nach dem 2:1-Sieg der Drochterser am Sonntag beim VfB Oldenburg hat D/A als Tabellenneunter einen komfortablen Vorsprung auf den ersten regulären Abstiegsplatz. Sieben Punkte beträgt der Puffer auf den 1. FC Germania Egestorf/Langreder. Die Kehdinger verfügen über das beste Torverhältnis aller Mannschaften ab Platz sieben und müssen zudem noch Nachholspiele bestreiten.

Mit einem Auge schielen die abstiegsbedrohten Vereine der Regionalliga Nord auf den SV Werder Bremen II in der Dritten Liga. Die Bundesligareserve hat derzeit nur drei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Würde Bremen in die Regionalliga absteigen, steigt die Anzahl der Absteiger in der Regionalliga Nord auf vier an. Es sei denn, der Meister der Regionalliga Nord schafft in der Relegation den Aufstieg. Dann bliebe es bei drei.

Die SV Drochtersen/Assel hat ihre Auswärtsschwäche offenbar beigelegt. Die Mannschaft spielte zunächst in Hildesheim (2:1) überzeugend und hatte den VfB Oldenburg am Sonntag im Griff. Trainer Enrico Maaßen wollte im Marschwegstadion eigentlich auf Jasper Gooßen als kopfballstarken Stürmer setzen. Der agierte bereits in Hildesheim sehr stark und wurde im Heimspiel zuvor gegen Eintracht Norderstedt zum besten Spieler gekürt. Gooßen musste aufgrund einer Schienbeinverletzung gegen Oldenburg allerdings passen. Am Montag ging es dem 21-Jährigen schon wieder besser. Gooßen will am heutigen Dienstag wieder ins Training einsteigen.

Die Spielvereinigung bereitet sich auf die Partie gegen die U 23 des Hamburger SV vor. Am Freitag, 7. April, um 19.30 Uhr ist Anpfiff im Kehdinger Stadion. Vereinspräsident Rigo Gooßen erwartet weit mehr als 1200 Zuschauer gegen eine der besten Rückrundenmannschaften der Regionalliga. Der HSV ist bis auf den fünften Platz geklettert und schlug zuletzt sogar den VfB Lübeck.

Auf die Unterstützung des Fanclubs „Kehdinger Löwen“ muss D/A verzichten. Der Club hat sich vor mehr als einer Woche aufgelöst. Gründe sind nicht bekannt. Zu Bestzeiten waren bei den „Kehdinger Löwen“ 20 bis 30 Fans organisiert.

NFV trauert

Der Niedersächsische Fußballverband (NFV) trauert um Ralf Serra. Der NFV-Angestellte und Vater von D/A-Spieler Nikola Serra ist am Freitag im Alter von 56 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Ralf Serra arbeitete als Leiter der Passstelle und galt als ausgewiesener Experte in Sachen Spielrecht in ganz Niedersachsen und genoss Respekt und Anerkennung.

Quelle: Stader Tageblatt