D/A wartet weiter auf den ersten Sieg

WOLFSBURG. Der Fußball-Regionalligist SV Drochtersen/Assel wartet weiter auf den zweiten Auswärtssieg der Saison und auf den ersten Sieg im Jahr 2017. Die Mannschaft von Trainer Enrico Maaßen hat bei der zweiten Mannschaft des VfL Wolfsburg mit 1:2 verloren.

Ein Sieg gegen den 1. FC Germania Egestorf/Langreder, vier Unentschieden und fünf Niederlagen ergeben in zehn Auswärtsspielen sieben magere Punkte für die SV D/A. Fünf Tore erzielten die Kehdinger bislang auf fremden Plätzen. Und auch am Sonnabend in Wolfsburg war es ein Eigentor der Gastgeber, das wenigstens die Hoffnung auf ein weiteres Unentschieden bis zum Abpfiff nährte. D/A stand am Ende mit ganz leeren Händen da, weil es zwischen Minute 20 und 45 unter seinen Möglichkeiten spielte.

Das Quäntchen Glück haben in Spielen mit Drochterser Beteiligung derzeit nur die anderen. Kleinigkeiten, die D/A in der Vorsaison noch Punkte bescherten, entscheiden in dieser Spielzeit die Partie zuungunsten der Kehdinger. Wolfsburg hatte am Sonnabend zwar die erste Möglichkeit des Spiels, D/A aber danach die besseren. Finn-Patrick Gierke zog in der neunten Minuten aus spitzem Winkel direkt ab und traf einen Wolfsburger Gegenspieler am Kopf. Nach starkem Pressing und einer Balleroberung war es kurze Zeit später erneut Gierke, der aus 20 Metern abzog. Wolfsburg Torwart Niklas Klinger ließ den Ball zur Seite abklatschen, setzte nach und wollte eine Ecke verhindern. Dabei spielte er den Ball direkt Alexander Neumann in die Füße, der das leere Tor traf. Der Jubelschrei blieb den Drochtersern im Hals stecken. Der Schiedsrichter-Assistent hatte auf Ecke entschieden. Der Ball soll vorher im Aus gewesen sein.

Danach verlor D/A den Faden und überließ der Wolfsburger Bundesligareserve weite Teile des zentralen Mittelfelds. In der Fünfer-Abwehrkette fehlte die Abstimmung. Nach einer Flanke erzielte der beste Wolfsburger Stürmer, Marcel Reichwein, in der 20. Minute seinen 13. Saisontreffer und das 1:0 für den Gastgeber per Kopfball. „Nach dem ersten Tor waren wir verunsichert“, sagt D/A-Trainer Enrico Maaßen. Guten Ballgewinnen in des Gegners Hälfte folgten einfache Abspielfehler. Maaßen: „Wir haben nicht mehr funktioniert.“ Sebastian Stolze erhöhte kurz vor der Halbteit auf 0:2 aus Drochterser Sicht.

Für den zweiten Durchgang forderte Maaßen mehr Stabilität und Kompromisslosigkeit in den Zweikämpfen. „Wir wollten unser Torverhältnis schützen“, sagt der Coach. Von allen Mannschaften ab Platz acht besitzt Drochtersen das beste Torverhältnis. Das kann in der Endabrechnung so viel wert sein, wie ein Punkt.

D/A konzentrierte sich auf einfaches Spiel und klare Aktionen. In der Tat kamen die Wolfsburger zu keinen nennenswerten Chancen mehr. Aber auch die Drochterser erspielten sich kaum zwingende Gelegenheiten. Die letzte Konsequenz beim Abschluss fehlte. Nach einer Ecke von Oliver Ioannou drückte Julian Klamt den Ball nach 63 Minuten ins eigene Tor. Während der Schlussoffensive spielte nur noch D/A in der Wolfsburger Hälfte. Zählbares sprang nicht mehr heraus.

Die SV Drochtersen/Assel benötige mal wieder ein Ergebnis, sagt Enrico Maaßen. Ihm sei es mittlerweile lieber, aus einer Torchance ein Tor zu machen, als aus 15 Möglichkeiten keines. Am kommenden Freitag kommt der Tabellenführer SV Meppen ins Kehdinger Stadion. „Wir haben nichts zu verlieren und werden alles raushauen“, sagt der Drochterser Trainer.

Die Statistik

Tore: 1:0 (20.) Reichwein; 2:0 (43.) Stolze (43.); 2:1 (Eigentor, 63.) Klamt

SV Drochtersen/Assel: Siefkes – Zöpfgen, Mau, Grahle (46. Serra), Klee (86. Balat), Ioannou, Winkelmann, Elfers, Gierke, Gooßen (83. Kühn), Neumann.

Zuschauer: 276

Nächstes Spiel: SV Drochtersen/Assel – SV Meppen (Fr., 10. März, 19.30 Uhr, Kehdinger Stadion)