Stefan Wolk verlässt D/A

DROCHTERSEN. Der Fußball-Regionalligist SV Drochtersen/Assel hat den bis Sommer laufenden Vertrag mit Defensivspieler Stefan Wolk vorzeitig aufgelöst. Der 26-Jährige wird zu seinem Heimatverein Lüneburger SK Hansa zurückkehren. Dies bestätigte am Dienstag, wenige Stunden vor dem Ende der Transferfrist, D/A-Präsident Rigo Gooßen. Wolk und der Verein haben sich demnach einvernehmlich getrennt.

Der Fußballer wollte am Ende der Saison ohnehin zurück nach Lüneburg. Der LSK ist direkter Konkurrent der Drochterser in der Regionalliga Nord. Die Mannschaft von Trainer Erlard Ostermann belegt derzeit den siebenten Tabellenplatz, drei Ränge vor D/A. Lüneburg steigt am Sonntag um 14 Uhr mit dem Heimspiel gegen den ETSV Weiche Flensburg wieder in die Saison ein. Vielleicht ist Wolk dann schon dabei. Zu einem Aufeinandertreffen beider Vereine kommt es am 19. März in Lüneburg.

Nach Aussagen von Rigo Gooßen könne Stefan Wolk den großen Aufwand nicht mehr betreiben. Er arbeitet als Polizist in Lüneburg und lebt in Bleckede. Fast täglich pendelte Wolk zwischen Drochtersen und seinem Heimatort.

Wolk kam im Sommer 2015 von Lüneburg nach Drochtersen und erlebte gemeinsam mit D/A die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte. Der im defensiven Mittelfeld und in der Abwehr eingesetzte Fußballer hatte als Führungsspieler maßgeblichen Anteil am vierten Platz in der Liga und am Gewinn des Landespokals. Sein wohl wichtigstes D/A-Tor schoss Wolk im Halbfinale des Landespokals gegen den VfB Oldenburg. Das 1:0 ebnete damals den Weg ins Finale und in die erste Runde des DFB-Pokals. In der laufenden Saison warfen Verletzungen Wolk immer wieder zurück. In den 13 Einsätzen, die er bis zur Winterpause hatte, konnte er nicht an die Leistungen der Vorsaison anknüpfen.

Die SV Drochtersen/Assel hätte auf die Vertragserfüllung pochen können, wollte Wolk aber keine Steine in den Weg legen. „Es war angebracht, die Auflösung des Vertrages jetzt schon zu vollziehen“, sagt Rigo Gooßen. Eine Ablöse habe D/A mit dem Lüneburger SK nicht vereinbart.Die Personalie Wolk ist eine von nur drei Veränderungen in der Winterpause. Stürmer Kevin Krottke geht zum FC Schönberg in die Regionalliga Nordost, Angreifer Danny-Torben Kühn kehrt nach einem halben Jahr Auszeit nach Kehdingen zurück.