D/A enttäuscht in allen Belangen

DROCHTERSEN. Eigentlich waren die Regionalliga-Fußballer der SV Drochtersen/Assel nach Rehden gereist, um beim abstiegsgefährdeten BSV mit einem fest eingeplanten Dreier weiter in der Tabelle nach oben zu klettern. Doch die Drochterser erlebten einen rabenschwarzen Tag.

Schon zur Pause stand der 0:2-Endstand fest. „Und bei den Gegentoren konnte man noch gut sehen“, sagte D/A-Vereinschef Rigo Gooßen bezüglich des starken Nebels, der während des Spiels so dicht wurde, dass man nicht mehr von Tor zu Tor gucken konnte.

D/A lieferte gegen Rehden eine der schlechtesten Saisonleistungen ab. „Wir haben nie Zugriff aufs Spiel gefunden“, so Gooßen. Viele Ballverluste und ungenaue Pässe bestimmten das D/A-Spiel. Der Gastgeber profitierte, beiden Gegentoren gingen Ballverluste voraus. Zudem war D/A in beiden Situationen ziemlich ungeordnet im Defensivverbund. Ungewöhnlich für die Mannschaft von Trainer Enrico Maaßen. Schon nach einer Viertelstunde jubelte Maciej Zieba über seine Führung. Kurz vor dem Pausenpfiff besorgte Moses Lamidi den Endstand.

Die Drochterser waren auch in der zweiten Halbzeit nicht in der Lage, das Spielgeschehen an sich zu reißen. Florian Nagel hatte mit einem schwer zu haltenden Distanzschuss die erste Drochterser Chance – in der 78. Minute. „Das war schon bezeichnend“, sagte Gooßen. Damit hat die SV Drochtersen/Assel es verpasst, in der Tabelle ins obere Drittel vorzustoßen. „Wir hatten natürlich mehr erwartet“, sagte Gooßen.

Trainer Enrico Maaßen fand ebenso deutliche Worte nach der schwachen Vorstellung seiner Mannschaft: „Rehden ist der verdiente Sieger. Ich bin enttäuscht von unserer Leistung, das hatten wir uns anders vorgestellt. Wir haben die Bedingungen nicht angenommen. So dürfen wir nicht auftreten. Das ist bitter nach der sehr guten Leistung von letzter Woche.“ Da hatte D/A im letzten Heimspiel des Jahres mit einem engagierten Auftritt den Dritten Weiche Flensburg mit 2:1 besiegt. D/A hat nun noch ein Spiel vor der Brust, bevor die verdiente Winterpause eingeläutet wird. In Hildesheim erwartet die Drochterser eine letzte schwere Aufgabe. Dann ist Regeneration angesagt. D/A hat eine schwierige und intensive Hinrunde hinter sich, musste viele Verletzte kompensieren und sich aus einer anfänglichen Minikrise herauskämpfen. (jan)

Die Statistik

Tore: 1:0 (14.) Maciej Zieba, 2:0 (44.) Moses Lamidi.

SV Drochtersen/Assel: Siefkes, Zöpfgen (60. Serra), Elfers, Mau, Klee, Wolk, Grahle (67. Krottke), Ioannou, Gooßen, Nagel (77. Fiks), Neumann.

Nächstes Spiel: Hildesheim – D/A (So., 4. Dezember)

Quelle: Stader Tageblatt