15 Kilo abgenommen: Fiks arbeitet sich in den D/A-Kader

Drochtersen trifft am Sonntag auf die HSV-Reserve
Im Winter hatte sich Dimitri Fiks (25) zum Ziel gesetzt, noch einmal hochklassigen Fußball zu spielen. Im Sommer machte er Nägel mit Köpfen: Er wechselte vom Landesliga-Absteiger A/O zum Regionalligisten SV Drochtersen/Assel. Wie hat er das geschafft?

Gegen die U23-Mannschaft des Hamburger SV will Fiks am Sonntag ab 13 Uhr auf dem Wolfgang-Meyer-Sportplatz in Stellingen seine Statistik weiter aufbessern. „Ich traue ihm zu, ein Regionalligaspieler zu werden. Er hatte bereits gute Aktionen“, sagt D/A-Trainer Enrico Maaßen.Fiks hat fleißig gearbeitet. Als sein Wechsel nach Drochtersen feststand, begann er, mehr auf seine Ernährung zu achten, mehr zu trainieren. 15 Kilogramm verlor der 25-Jährige in wenigen Monaten. Zwei Monate bevor in Drochtersen die Saisonvorbereitung begann, quälte sich Fiks bereits auf dem Trainingsplatz, um in Regionalligaform zu kommen. Vor vier Wochen ist der Knoten geplatzt. „Vorher war ich nicht zufrieden mit mir selbst“, sagt Fiks. Er sei mit dem Tempo nicht zurechtgekommen. Der Niveauunterschied zur Landesliga war doch beträchtlich. D/A parkte den technisch versierten Allrounder in der zweiten Mannschaft, damit er im Wettkampfmodus bleibt. Fiks kann am Ball so gut wie alles. Seine technischen Fähigkeiten sprachen sich schließlich bis in die deutsche Beachsoccer-Nationalmannschaft herum, für die Fiks mehrere Einsätze bestritt.

Sein Allround-Talent kommt Fiks nun in der ersten Mannschaft zugute. Gegen den Lüneburger SK spielte er als rechter Verteidiger, in Norderstedt als Mittelstürmer und gegen Oldenburg als linker Sechser. Enrico Maaßen greift auf Fiks aus zwei Gründen zurück. Erstens, weil er Fußball spielen kann, und zweitens, weil die personelle Lage angespannt ist. Gegen den HSV II fehlen Maaßen neun Spieler. Finn-Patrick Gierke fällt mit Leistenbruch aus. Ersatzkeeper Jannis Trapp verletzte sich am Handgelenk. Sören Behrmann benötigt mindestens noch zwei Wochen, Nikola Serra drei, bei Henry Sung kann die Genesung der Schulter Monate dauern. Stefan Wolk trainiert dosiert aufgrund seiner Probleme an der Achillessehne. Sven-Sören Zöpfgen ist nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, Jasper Gooßen rotgesperrt und Matti Grahle beginnt gerade erst behutsam mit dem Training am Ball.

„Jetzt zahlt sich die Breite des Kaders aus“, sagt Enrico Maaßen. Jetzt können sich Spieler wie Dimitri Fiks in seinen Fokus spielen. Fiks hat Blut geleckt. Er will mehr als neun Minuten in drei Spielen auf dem Rasen stehen. „Mein neues Ziel ist es, von Anfang an zu spielen“, sagt er, wohlwissend, dass dies ein schwieriges Unterfangen wird, wenn die Verletzten wieder fit sind. Aber den ersten Teil seines fußballerischen Traums hat er sich erfüllt. Schneller, als er dachte.

D/A im Internet: Ein TV-Interview mit Fiks finden Sie heute unter www.tageblatt.de

Quelle: www.tageblatt.de