SV D/A – Hannover 96 (02.08.1985)

Was hatte das Jahr 1985 zu bieten? Nun, es war ein durchaus erfolgreiches Jahr für die SV Drochtersen/ Assel. In der abgelaufenen Saison hatte man die Meisterschaft in der Bezirksklasse gefeiert. Damit verbunden natürlich der Aufstieg in die Bezirksliga.

Nun stand die Mannschaft zur Vorbereitung der Saison 1985/86 und hatte sich dabei einen echten Kracher an Land gezogen! Gast war der frisch gebackene Bundesligaaufsteiger Hannover 96. Die Gastgeber hatten sich vorgenommen, dass Ergebnis in Grenzen zu halten. Am Ende sollte es dafür sorgen, dass eine Person so gar nicht am abschließenden Büffet im Hotel Müller teilnehmen wollte…

Hatte das Spiel ein Jahr zuvor gegen die Prominentenelf unter der Schirmherrschaft des VTV Assel gestanden, war das Spiel gegen den Bundesligisten Hannover 96 in Zusammenarbeit mit dem TVG Drochtersen entstanden.

D/A Obmann Rigo Gooßen freute sich seinerzeit besonders darüber, dass das Spiel zu einem absolut guten Preis ausgehandelt werden konnte. So munkelte dieser, lag es evtl. an der herrschenden Aufstiegseuphorie beim Verein von der Leine.

Perfekt dazu noch, dass 96 Präsident Fredo Menze für dieses Spiel zugesichert hatte, dass die komplette Mannschaft mit allen Neuzugängen auflaufen würde.

Was die Partie zudem noch reizvoll machte, war es für Hannover der letzte Test vor dem Bundesligastart am 10.08.1985.

Schon von dieser Seite her, konnte man sich bei D/A auf einen heißen Tanz einstellen.

So war die Freude natürlich groß, als es dann endlich zu diesem Duell kam!

Die SV D/A trat an diesem Abend mit folgender Mannschaft an: Heinsohn (Tor)- Sonnwald, Backmaier, Porth (63. Hammann; 85. Tiedemann), Wist, Hinsch (63. Müller), Fahrenkrug, Schröder, Bendler, Laskowski, Dräger.

Hannover 96: Rynio (ab 46. Raps) (Tor) – Horn (46. Thiele); Kuhlmey (46. Surmann); Vjetrovic; Ronge, Heidenreich; Siegel (46. Baier); Gerber (46. Schaub); Cobano (46. Giesel); Berlabi (46. Thomas); Stoekking (46. Gue)

Schiedsrichter: Just (TSV Hollern/ Twielenfleth)

Zuschauer: 1000

Hannover Trainer Werner Biskup schickte in der ersten Hälfte zunächst seine „2. Garnitur“ auf den Platz und sollte fortan wenig begeistert sein von dem Treiben seiner Schützlinge.

Die Hannoveraner waren zwar seinerzeit das dominierende Team, doch die Gastgeber machten dem Favoriten das Leben schwer. So hatte u.a. Keeper Andreas Heinsohn einen guten Tag, fischte er in seinem Strafraum fast alles weg und wenn es sein musste, wurde halt Kopf und Kragen riskiert um Einschläge zu vermeiden.

So ließ er im ersten Durchgang gerade man 2 Gegentore zu. Aber zum Ende der ersten Halbzeit kam es noch besser, spielte auch SV D/A immer mutiger und gefälliger mit und es kam der große Auftritt von Jörg Fahrenkrug! Dieser setzt zum Alleingang an und überwindet geschickt 96 Torwart Rynio!

So konnten die Gastgeber mit einem mehr als achttbaren 1 : 2 in die Halbzeit gehen.

Hannover Trainer Biskup reagierte auf diese mäßige Vorstellung und brachte im 2. Durchgang gleich acht neue Spieler ins Rennen.

Doch der Bundesligist blieb auch im 2. Durchgang seiner Klasse schuldig und rannte ein ums andere Mal immer wieder in die von Wist bestens organisierte Abseitsfalle.

So blieben die Gastgeber weiter dick im Geschäft und waren lange Zeit dem Ausgleich nahe. Erst ein individuelles Mißgeschick zum Ende hin ebnete den Gästen den Weg zum 3 : 1 Endstand.

Doch diese Niederlage schmerzte den Gastgebern wenig, hatten sie sich als homogene Einheit bewiesen die, wie sich später herausstellte, gut gewappnet in die Bezirksligasaison gehen sollte.

So endete dieser gelungene Abend einst bei Müller, wo noch ein kaltes Büffet auf beide Mannschaften wartete.

Doch dort nahmen nicht alle Beteiligten teil. 96-Trainer Biskup war von dem Auftritt seiner Mannschaft dermaßen bedient, dass er es vorzog gleich in den Mannschaftsbus zu gehen. Was er dort mit seinem Vereinspräsident besprach blieb ein Geheimnis.

So hatten die Zuschauer ein weiteres Highlight der D/A Mannschaft zu Gesicht bekommen. Allzu lange musste man aber nicht auf weitere Höhepunkte warten. In den Folgejahren gaben sich unter anderem der FC St. Pauli und der FC Köln die Ehre.

Und sicher bis heute unvergessen, ist der Auftritt einer Kehdinger Auswahl gegen ein Starensamble in Freiburg!

Doch davon berichten wir in den nächsten Ausgaben….

Hier noch ein paar Auszüge aus Egon’s Archiv: